"Das Interesse chinesischer Händler und Modemarken steigt stark"

Hans Boodt Mannequins zur Teilnahme an der C-star Messe und den Markteintritt in China

07.05.2015

Im April 2015 verkündete das Unternehmen Hans Boodt Mannequins seinen Markteintritt in China und die Teilnahme an der C-star Messe. Durch seine hochwertigen Schaufensterpuppen mit den außergewöhnlichen Designs ist Hans Boodt Mannequins zweifellos einer der führenden Trendsetter in der weltweiten Schaufensterpuppen-Branche.
Bild: Glatzköpfiger Mann mit verschränkten Armen, um ihn herum stehen weiß-goldene Mannequins; Copyright: Hans Boodt Mannequins

"Wir verfolgen und analysieren Trends sehr sorgfältig und da wir in der Lage sind, sehr schnell zu reagieren, können wir auch sofort auf die aktuellen Trends eingehen. Nachahmer wären niemals dazu in der Lage, weil sie nur folgen, aber nicht führen können."; © Hans Boodt Mannequins

Das C-star Team freut sich daher über die Entscheidung des Unternehmens, an der C-star teilzunehmen und den chinesischen Markt zu erobern, wo die Firma unter dem Markennamen 翰斯模特Hans Boodt Mannequins tätig sein wird.

Wir trafen uns daher mit Peter Ouwerkerk, Betriebsleiter bei Hans Boodt Mannequins China, und erkundigten uns bei ihm über die Möglichkeiten und Herausforderungen des chinesischen Schaufensterpuppen-Marktes.

Peter, was war der Hauptgrund für Hans Boodt Mannequins, in den chinesischen Markt einzutreten und an der C-star Fachmesse teilzunehmen?

Ouwerkerk: Hans Boodt Mannequins ist eine globale Marke mit Verkaufsräumen auf der ganzen Welt und wir verkaufen direkt an über 100 Länder. Allerdings waren wir noch nicht in Asien und vor allem nicht in China vertreten. Wir haben schon immer aufmerksam die Chancen in China verfolgt aber wir waren uns gleichzeitig auch der Risiken und Schwierigkeiten bewusst, die dieser Markt mit sich bringt. Nun allerdings haben wir Grund zu glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Markteintritt gekommen ist. Erstens beobachten wir einen starken Interessenanstieg seitens chinesischer Händler und Modemarken, und zweitens verlangen unsere multinationalen Kunden immer öfter, dass wir sie direkt in China beliefern.

Letztendlich gab uns die Tatsache, dass die Messe Düsseldorf der Organisator der C-star Fachmesse ist, einen großen Anreiz, an der C-star teilzunehmen. In der C-star sehen wir den perfekten Partner, mit dem wir unser China-Abenteuer starten möchten. Der Organisator Messe Düsseldorf genießt einen ausgezeichneten Ruf, und wir sind sicher, dass auch die C-star Fachmesse unseren Erwartungen gerecht wird. Genau wie die C-star Fachmesse scheuen auch wir uns nicht, eine Herausforderung anzunehmen und freuen uns bereits, gemeinsam auf diesem spannenden und dynamischen Markt erfolgreich zu sein.

Was wird es am Hans Boodt Mannequins C-star Messestand zu sehen geben?

Ouwerkerk: Auf der C-star werden wir lediglich unsere Topschaufensterpuppen präsentieren. Jede Schaufensterpuppe wird entweder charakteristisch in ihrer Verarbeitung, Materialkombination oder in ihrer Morphologie sein. Wir möchten chinesische Händler begeistern und ihnen den Mehrwert aufzeigen, den eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen wie Hans Boodt Mannequins mit sich bringt. Dennoch drückt sich unser Mehrwert nicht nur im Aussehen, sondern auch in immateriellen Eigenschaften aus, wie zum Beispiel dem leichten Aufbau, dem leichtem An-und Ausziehen von Kleidung, der Flexibilität in der Materialkombination, unserer Liebe zum Detail und – was ganz besonders wichtig für globale Marken wie unsere ist – dem hohen Standard für Arbeitsbedingungen bei unserem ausgesuchten Lieferanten. All die oben erwähnten Eigenschaften werden an unseren Schaufensterpuppen auf unserem Messestand zu sehen sein.

Wie wichtig ist der chinesische Einzelhandels-und Schaufensterpuppen Markt?

Ouwerkerk: Chinas Mittelklasse wächst und fordert hochwertigere Produkte. Die Wahrnehmung einer höheren Produktqualität wird zum Teil durch das Aussehen des Ladengeschäfts und der Warenpräsentation bestimmt. Kleidung, die auf schlecht aufgebauten, schräg stehenden, kaputten und langweiligen Schaufensterpuppen präsentiert wird, wird schnell als minderwertig angesehen. Dank der steigenden Nachfrage durch die chinesische Mittelklasse rechnen wir damit, dass Händler in hochwertige Schaufensterpuppen investieren müssen und sind auf diesen Trend bestens vorbereitet. Dies wird allerdings ein eher langsamer Prozess sein, doch wir wurden bereits von führenden chinesischen Händlern gebeten, sie bei ihrer Warenpräsentation und der Verbesserung ihres Schaufenstersortiments und ihrer Schaufenster zu unterstützen.

Allerdings wird unser größtes Problem auf dem chinesischen Markt in der Preiswahrnehmung liegen. Die Händler vor Ort sind es gewohnt, direkt von den Fabriken zu kaufen, und wir können und wollen auch nicht mit diesen Fabriken auf Preisbasis konkurrieren. In China werden wir unseren Schwerpunkt auf hochwertige Schaufensterpuppen legen, worin unser klarer Mehrwert besteht und von dem wir wissen, dass einheimische Händler nicht in der Lage sind, ihn zu liefern. Wir tun dies nicht aus Geringschätzung oder Selbstzufriedenheit, sondern weil wir hier von zwei sehr unterschiedlichen Berufszweigen sprechen: der eine Zweig beliefert, während der andere gestaltet.
Bild: Schwarzes Mannequin mit kupferfarbenem Kopf; Copyright: Hans Boodt Mannequins
Bild: Bunt gekleidete Mannequins stehen in einer Reihe; Copyright: Hans Boodt Mannequins
Bild: Weibliches Mannequin mit weißem Haar; Copyright: Hans Boodt Mannequins
Wir sind Mannequindesigner. Unser Kernberuf ist das Design, die Entwicklung und das Entwerfen von Schaufensterpuppen, und hier setzen wir sehr hohe Standards für unsere Fabrik und leiten sie stets zu Verbesserungen an. Unsere Qualitätsstandards entwickeln sich stets weiter und beruhen auf den jahrelangen praktischen Erfahrungen unseres Gründers, unserer Designer, Plastiker, Raumplaner und den aktuellen Markttrends. Dieser Prozess erfordert unseren vollen Einsatz und ein hohes Maß an fortdauernden Investitionen und Leistungen unseres globalen Arbeiterteams.

Bisher haben wir noch keinen Lieferanten vor Ort gesehen, der auch nur annähernd ähnliche Kompetenzen mitbringt. Wir schätzen all diejenigen hoch ein, die sich aktiv in dieser Industriebranche betätigen und erheben keinen Anspruch darauf, anderen überlegen zu sein. Aber wir sind nun mal grundverschieden und das wird auch unser Schwerpunkt in China sein.

Sie erwähnten, dass China ein sehr spannender aber auch sehr herausfordernder Markt sein kann. Ist das eine Anspielung auf die häufig unterschätzten Probleme durch Verletzungen geistigen Eigentums auf dem chinesischen Markt?

Ouwerkerk: Verletzungen geistigen Eigentums sind immer ein heißes Thema in China. Es gibt eine Fülle von imitierten Hans-Boodt-Produkten auf dem chinesischen Markt und es tut weh, wenn man sieht, dass ein Produkt, in dessen Entwicklung wir so viel Mühe, Zeit und Geld investiert haben, imitiert und zu Billigpreisen verkauft wird. Aber in Punkto Schaufensterpuppen ist es in der Tat sehr schwierig, geistige Eigentumsrechte zu schützen. Juristische Maßnahmen brauchen zu viel Zeit und Geld, weshalb wir uns lieber darauf konzentrieren, unser Unternehmen weiterzuentwickeln. Unser Geschäft ist die Entwicklung und das Design von Schaufensterpuppen, was ein eigenständiger Beruf ist und was viele Unternehmen nicht tun können, da sie dazu einfach nicht in der Lage sind. Deswegen müssen solche Firmen darauf zurückgreifen, Marken wie Hans Boodt zu imitieren.

Wir meinen, dass dies kein nachhaltiges Geschäftsmodell ist, da ein Unternehmen, das imitiert, höchstwahrscheinlich auch seine Kunden und deren Entwicklungen kopiert. Deswegen ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass solche Unternehmen jemals Langzeitkunden haben werden. Andere Schaufensterpuppenhersteller wollen ebenfalls nicht mit dieser Art von Lieferanten zusammenarbeiten und das aus zwei Gründen. Erstens, um ihr geistiges Eigentum zu schützen und zweitens, weil es ihren guten Namen befleckt. Es ist nicht besonders gut für den Ruf einer Marke, wenn sie mit einer Nachahmerwerkstatt assoziiert wird.

Wie dem auch sei, wir haben einen effektiven Weg gefunden, diese Art von Geschäftsmethoden zu unterbinden; und der heißt, jeden Tag die Besten auf unserem Gebiet zu sein. Wir haben ein Team, das ganzzeitig damit beschäftigt ist, neue Schaufensterpuppen zu entwickeln, und wir entwerfen jedes Jahr durchschnittlich 40 neue. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Materialien, neuen Konstruktionstechniken und Positionen.

Was aktuelle Markenrechtsverletzungen in China betrifft, schätzen wir die Bemühungen der C-star Fachmesse im Kampf gegen Verletzungen des geistigen Eigentums. Die C-star Initiative zum Fairen Wettbewerb ist ein Tool, von dem wir glauben, dass es sowohl die Händler als auch die Lieferanten erreichen wird. Unserer Meinung nach ist es sehr wichtig, alle Beteiligten für dieses Thema zu sensibilisieren - besonders in den kreativen Industriebereichen wie zum Beispiel der Mannequinbranche.

Diese ist nichts ohne seine Designer und Innovationsträger in Form einer Schaufensterpuppenmarke, aber auch die Lieferanten spielen eine wichtige Rolle. Nur durch Zusammenarbeit und Respekt können Synergien zustande kommen und uns allen ermöglichen, Händlern spannende und neue Schaufensterpuppen zu bieten.

Interview: C-star Team