Weihnachten: Handel erwartet steigenden Umsatz

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für das Weihnachtsgeschäft ein Umsatzplus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil des Online-Handels steigt dabei weiter an. Für das Gesamtjahr rechnet der HDE mit einer Umsatzsteigerung um 1,2 Prozent auf rund 434 Milliarden Euro.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser forderte die Politik auf, die Weichen für eine stabile Binnenkonjunktur richtig zu stellen.

„Angesichts der Risiken auf den internationalen Märkten darf die Politik nicht nur die exportierende Wirtschaft im Auge haben. Der Handel ist mit seiner Wirtschaftsleistung und drei Millionen Arbeitsplätzen ein wesentlicher Stabilitätsfaktor“, so der HDE-Präsident. Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen warnte Sanktjohanser insbesondere vor der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und forderte den Neustart der Energiewende. Verbraucher und Unternehmen müssten vor steigenden Strompreisen bewahrt werden.

„Die Rahmenbedingungen für ein gutes Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel stimmen. Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum im Vergleich zum Vorjahr“, so Sanktjohanser. Die HDE-Prognose für November und Dezember liegt bei plus 1,2 Prozent, das entspricht einem Gesamtumsatz von 80,6 Milliarden Euro.

Die Umsätze im Einzelhandel liegen in den beiden letzten Monaten des Jahres um rund 15 Prozent, in einzelnen Branchen aber auch um bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate. Spielwarenhändler etwa machen fast 30 Prozent, Buchhändler rund ein Viertel ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Sanktjohanser: „Der Online-Handel wächst weiter. Die Internethändler erzielen in den letzten beiden Monaten des Jahres schätzungsweise 25 Prozent ihres Jahresumsatzes.“ Insgesamt prognostiziert der HDE für den Online-Handel einen Weihnachtsumsatz von 8,5 Milliarden Euro. Das ist verglichen mit dem Vorjahr eine Steigerung um 15 Prozent. Dabei profitieren auch immer mehr stationäre Händler von der Eröffnung eines Online-Shops.

Quelle: Handelsverband Deutschland (HDE)