3 Fragen an … Angela Kreutz, Blocher Blocher Partners

04/08/2014

Storearchitektur darf heute nicht mehr einfach nur beliebig sein, sondern muss die Marke transportieren, Identifikation ermöglichen und einen Wiedererkennungseffekt besitzen. Angela Kreutz, Head of Communication bei Blocher Blocher Partners, erläutert, was das Unternehmen unter Retail Identity versteht.

Bild: Angela Kreutz; Copyright: Blocher Blocher Partners

Angela Kreutz; © Blocher Blocher Partners

Frau Kreutz, sie bieten Rundumservice für Shop-Projekte an. Besonders liegt Ihnen dabei die Verknüpfung von Architektur und Innenarchitektur am Herzen. Warum ist dieses Gesamtkonzept gerade im Bereich Store-Design so vorteilhaft?

Das Gesamtkonzept ist im Retail besonders wichtig; denn es geht darum, die Markenbotschaft auf allen Ebenen erkennbar zu machen. Also das, was wir neudeutsch als Retail Identity bezeichnen. Das fängt bei Architektur und Innenarchitektur an, umfasst aber genauso Corporate Design, Retail-Grafiken, Wege- und Leitsysteme, Visual Merchandising und Dekoration, Publishing und die Verknüpfung von Online- und Offlinekommunikation. Leistungen also, die wir gemeinsam mit unserer Kommunikationsagentur Blocher Blocher View anbieten. Erst durch diesen globalen Ansatz gelingen die Differenzierung einer Marke im Wettbewerb und die klare Ansprache von Zielgruppen.

Das Modehaus Garhammer ist zu einem der Stores of the Year gekürt worden und erhielt den Sous Award. Was macht dieses Objekt so reizvoll?

In drei Worten? Die Menschen, die Atmosphäre, der Service. Garhammer ist ein innovatives Unternehmen, das nah am Kunden ist und ein offenes Ohr für dessen Bedürfnisse hat. Die eigenen Ansprüche sind entsprechend hoch – und damit die Erwartungen an das, was man den Kunden bieten möchte. Garhammer weiß, dass man dafür investieren muss und entscheidet sich konsequent für Qualität.

Blocher Blocher Partners feiern in diesem Jahr bereits ihr 25-jähriges Bestehen. Welche Visionen haben Sie, wenn es um das Store-Design der Zukunft geht?

Storearchitektur darf nicht beliebig sein, sondern sollte die Geschichte einer Marke erzählen, um Teil der Brand Identity zu werden – im Onlinezeitalter ist das wichtiger denn je. Das wird auch in Zukunft eine maßgebliche Erfolgsformel sein. Denn Marken sprechen Kunden heute auf allen Kanälen und an jedem Touchpoint an.

Der Händler ist Dienstleister, Berater, Freund – das sollte sich auch im Store widerspiegeln. Verschiedene Anlaufstationen für die Kunden, Schnittstellen zur digitalen Welt und Inszenierungspunkte sind zu tonangebenden Größen geworden. Zugleich spielen Convenience und Übersichtlichkeit eine Rolle. Wenn Kunden shoppen gehen, investieren sie damit wertvolle Freizeit. Und die soll nicht verschwendet sein.

Eine kleine Zusatzfrage am Rande: Wie haben Sie sich in diesem Jahr auf der EuroShop 2014 präsentiert und wie ist die Messe für Sie gelaufen?

Die EuroShop hat unsere Erwartungen erfüllt. Wir haben gute Gespräche geführt, durften interessante Gäste an unserem Stand willkommen heißen und haben viele Innovationen entdeckt.
Interview: Natascha Mörs; EuroShop.de