3 Fragen an … Simon Damböck, atelier damböck

23.05.2016

Die Marke steht im Vordergrund: Ein Messestand von heute sieht es anders aus als noch vor einigen Jahren. Das berichtet uns Simon Damböck Geschäftsführer des Messebauunternehmens atelier damböck im Interview. 

Bild: Simon Dambrück; Copyright: atelier dambrück

Simon Damböck, Geschäftsführer atelier damböck; © atelier dambrück

Welche Trends sehen Sie derzeit im Bereich Messebau-Design?

Man spürt ganz klar die Internationalisierung, die auch beim Mittelstand angekommen ist. Viele mittelständische Unternehmen gehen vermehrt auf internationale Messen, wobei die Budgets natürlich nicht vergleichbar sind mit den Big Playern. Hier sind pfiffige, modulare Lösungen gefragt. Das ist eine schöne Herausforderung und macht es auch für uns spannend.

Außerdem stellen wir vermehrt einen Sinneswandel bezüglich Produktpräsentationen am Messestand fest. Bestand der Kunde früher darauf, möglichst eine intensive Exponatschau zu veranstalten, suchen diese gerade im Kontrast einen guten Kompromiss – eine professionelle, angemessene reduzierte Darstellung in Kombination mit Markenbotschaften, die auch den notwendigen Platz zum Atmen bekommen. Genau so muss heute die richtige Mischung sein.

Nachhaltigkeit spielt im Bereich Materialien eine immer größere Rolle. Wie spiegelt sich dieser Trend in Ihrer Arbeit wieder?

Wir beraten unsere Kunden auf Wunsch bereits seit vielen Jahren zum Thema Nachhaltigkeit beim Messebau. Gerade bei der Auswahl der Materialien gibt es etliche Möglichkeiten, oftmals wird dann aber doch kostenbasiert entschieden und eher auf herkömmliche Materialien gesetzt.

Ein schönes Beispiel für nachhaltige Alternativen gibt es beim Bodenbelag: manche Teppiche bestehen aus verschiedenen Materialien, die wieder voneinander getrennt werden können und somit gut zu recyceln sind. Wir empfehlen außerdem gerne, auf natürliche Bodenbeläge zurückzugreifen wie z.B. Sisal-Teppich oder auch Tretford-Teppichfliesen, die bei Bedarf einzeln ausgetauscht werden können.

Die EuroShop 2017 rückt näher: Was sind Ihre Erwartungen an die Messe und was dürfen wir von Ihnen erwarten?

Selbstverständlich sind wir schon sehr gespannt auf das neue Konzept der EuroShop. Nach einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte freuen wir uns jetzt auf die neue Ausrichtung. Wir sind uns sicher, die EuroShop bleibt nach wie vor innovativ und wird noch interessanter und reizvoller – für Aussteller und Besucher zugleich. Auch wir wollen in die Zukunft schauen und tolle Möglichkeiten für die nächsten Jahre im Messe-Bereich aufzeigen, mit spannenden Installationen und Aussicht auf zukunftsweisende Techniken.
Interview: Natascha Mörs; EuroShop.de