50 Jahre EuroShop – eine Weltkarriere made in Düsseldorf

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07.06.2016

Im Jahr als die Yellow Submarine das erste Mal auftauchte und das Wembley-Tor für Furore sorgte, wurde auch in Düsseldorf Geschichte geschrieben, denn vom 11. bis 15. Juni 1966 fand die erste EuroShop in Düsseldorf statt. Damals ahnte noch niemand, dass sie sich zur weltweit führenden Fachmesse der globalen Retailwelt entwickeln würde.

Heute kann die EuroShop auf 50 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken. Sie ist Innovationsplattform, Trendsetter, Diskussionsforum und ein Feuerwerk kreativer Ideen speziell für den Handel. Mit Spannung sieht die internationale Retailwelt der 19. EuroShop entgegen, die vom 05. bis 09. März 2017 stattfinden wird. Die Messe Düsseldorf erwartet im kommenden Jahr an die 2.500 Aussteller aus über 50 Ländern, die den gesamten Investitionsbedarf der globalen Retailszene abdecken. Aufgrund des hohen Ausstellerzuspruchs wird die EuroShop eine zusätzliche Halle hinzunehmen, so dass insgesamt 17 Messehallen belegt werden.

Aber auch die EuroShop hat einmal klein angefangen: 1966 beteiligten sich insgesamt 331 ausstellende Unternehmen, darunter lediglich 55 aus dem Ausland. Die Ausstellungsfläche betrug 17.193 m² netto und 28.762 Fachbesucher bestaunten Präsentationen zu Themen wie „die moderne Drogerie“, „Tiefkühlkost die Ware der Zukunft“ oder „Textilien modern verkaufen“.

Anstoß für die Gründung der EuroShop gab ein massiver Wandel in der Handelslandschaft. Mitte der 1960er Jahre hatte die Selbstbedienung in Europa ihr Experimentierstadium beendet und sich zuerst im Lebensmittelhandel durchgesetzt. Tante Emma Läden verschwanden, die Gebrüder Albrecht starteten mit ihrem revolutionären Discountprinzip. Bei der Ladengestaltung traten an die Stelle von Schubläden, Kästen und Glasvitrinen das offene Regal, Gondeln oder Sonderverkaufsstände. Das war Neuland für die Händler und Neuland für die Kunden. Denn bis dato war es Usus, dass man an der Ladentheke warten musste bis man an der Reihe war und die Verkäuferin jeden Artikel selbst heraussuchte, portionierte und abwog. Doch auf einmal erlangte die offene Warendarbietung und auch das Schaufenster eine immense Bedeutung.

1965 beschloss die Messe Düsseldorf gemeinsam mit dem EHI Retail Institute, das damals noch „Institut für Selbstbedienung“ hieß, eine neue Fachmesse speziell für den Handel aus der Taufe zu heben: die EuroShop - Europäische Ausstellung mit Kongress „Moderne Läden und Schaufenster“.

Dabei wurde die neue Messe bei ihrer Premiere 1966 zunächst noch argwöhnisch vom Handel beäugt, so vermeldeten die Zeitungen damals, dass neun Verbände gegen und nur vier Verbände für die neue Messe sind.

Doch schon zur nächsten EuroShop, 1968, waren die Kritikerstimmen verstummt und es hieß in der Presse „Die 2. Europäische Ladenbaumesse EuroShop hat Weltgeltung erreicht“. Und weiter: „Die Uniformität des Standbildes […] ist der Individualität, dem Mut zu Wagnissen in einem Umfang gewichen, den selbst Fachleute nicht erwartet hatten.“

Von 1966 bis 1972 fand die EuroShop im 2-jahres Rhythmus statt bis sie ab 1975 aufgrund der mittelfristig angelegten Innovationspotenziale im Ladenbau in den dreijährigen Turnus wechselte. Mitte der Siebziger folgte auf das erste Logo eines Ladens und Schaufensters der zweifarbige EuroShop-Stern, der noch heute ihr Markenzeichen ist. Stellte dieser anfänglich in erster Linie das Summenzeichen der Kassen dar, so symbolisiert er vor allem auch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage der gesamten Investitionsgüterbereiche des Handels, um die die Angebotspalette der EuroShop schrittweise erweitert wurde. Bestand das Angebot in den 60ern lediglich aus Ladenbau, Schaufenstergestaltung, Kühlmöbeln und Kassen, so umfasste die EuroShop Ende der 90er schon eine riesige Angebotspalette, zu der nun z.B. auch Schauwerbung, Beleuchtung, Messebau, IT, Warenwirtschafts- und Überwachungssysteme, Artikelsicherheit oder Supply Chain Management gehörten.

Ab 2002 präsentierte sich die EuroShop mit neuer Struktur, um eine übersichtliche, plausible Gliederung und Präsentation der immer umfassender werdenden Ausstellerangebote zu gewährleisten. EuroConcept, EuroSales EuroExpo, EuroCIS beschrieben bis 2014 erfolgreich die vier eigenständigen, einander ergänzenden Unterbereiche der EuroShop.

Wichtiger Baustein im Konzept der EuroShop war und ist ihr Rahmenprogramm. Specials, wie das Designer Village und die Lighting Designer´s Zone, das Forum Architektur & Design, das EuroCIS Forum oder das Omnichannel Forum sowie der renommierte EuroShop Retail Design Award (ERDA) oder die retail technology awards europe (reta) sind Highlights der EuroShop.

2017 wird es wieder zu einem Meilenstein in der Entwicklung der Weltleitmesse kommen, denn die bisherige Unterteilung in vier Segmente weicht 2017 einem ausgeklügelten System der Zukunft, das sich in sieben Erlebnis-Dimensionen gliedern wird: POP Marketing, Expo & Event Marketing, Retail Technology, Lighting, Visual Merchandising, Shop Fitting & Store Design und Food Tech & Energy Management. Damit bietet die EuroShop einen flexibleren Rahmen und jede Menge Freiräume zur Präsentation zukunftsorientierter Entwicklungen und innovativer Produkte für den weltweiten Retail.

Will man die 50jährige Geschichte der EuroShop skizzieren, darf man nicht vergessen, dass sie in der Familiengründung ebenfalls sehr erfolgreich ist. Bereits im Jahr 1997 ging die erste EuroCIS – damals unter dem Namen „Retail Technology Forum“ – als „Kind“ der EuroShop an den Start. Damals ahnte niemand, dass aus diesem Kongress mit Ausstellung einmal die führende Technologiemesse für den Handel in Europa werden würde. Doch die Entwicklungen verliefen von Beginn an positiv, die Umbenennung zur EuroCIS im Jahr 2003 und die Umstellung auf einen jährlichen Turnus im Jahr 2006 waren wichtige Etappen in der steilen Karriere der Veranstaltung, auf der sich aktuell 411 IT-Spezialisten aus 29 Ländern rund 10.500 Fachbesuchern präsentieren.

Das zweite, noch junge, aber hervorragend gestartete „Kind“ der EuroShop ist die C-star, Shanghai´s International Trade Fair for Solutions and Trends all about Retail. Auch bei ihrer zweiten Ausgabe im Mai 2016 war die jährlich stattfindende Fachmesse mit 180 Ausstellern aus 18 Ländern und über 7.600 Fachbesuchern aus 77 Nationen eine bevorzugte Anlaufstelle für die Topentscheider der chinesischen Retailszene – sowohl als Basis für Business als auch als Wissensplattform erster Wahl.

Mit ihren 50 Jahren ist die EuroShop keineswegs in der Midlifecrisis, ganz im Gegenteil: Sie ist eine erfahrene, kosmopolitische Grande Dame mit Familie, die es immer wieder schafft sich zu verjüngen und die Welt zu begeistern.

Fotomaterial aus 50 Jahren EuroShop-Geschichte können Sie per E-Mail anfordern bei Frau Tanja Karl, KarlT@messe-duesseldorf.de

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