Content-Marketing für Einsteiger: Die 10 wichtigsten Hürden

Vor allem im Kontext von SEO wächst die Bedeutung von Content immer mehr

Bild: Marian Wurm, Geschäftsführer; Copyright: Löwenstark

11.01.2017

Blogbeiträge, Infografiken, Umfragen oder Videobeiträge – die Möglichkeiten, ansprechende Inhalte für die Zielgruppe zu erstellen und sie so auf die eigene Marke oder ein bestimmtes Produkt aufmerksam zu machen, sind sehr verschieden. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Content-Marketing immer mehr zu, da der Erstkontakt mit dem Kunden nicht mehr über Werbemittel, sondern über Inhalte mit einer emotionalen Ansprache erfolgt. Um das meiste aus dem Content-Marketing-Potenzial auszuschöpfen, gilt es einige wichtige Schritte von Anfang an zu berücksichtigen und mögliche Stolperfallen zu vermeiden. Die Online-Marketing-Agentur Löwenstark stellt diese mithilfe eines 10-Punkte-Plans vor:

Hürde 1: Ziele klar definieren

Bevor mit einer Content-Marketing-Kampagne begonnen werden kann, muss zunächst die Zielsetzung klar definiert werden. "Die Erzeugung von Reichweite ist bspw. ein kurzfristiges Ziel, während für die Unterstützung der Suchmaschinenoptimierung sowie Kundenbindung und Leadgenerierung eine längerfristige Content-Marketing-Strategie geplant werden sollte", erklärt Marian Wurm, Geschäftsführer und Content-Marketing-Experte von Löwenstark. Je nach Zieldefinition muss die Strategie entsprechend aufgebaut werden.

Hürde 2: Zielgruppe immer im Auge behalten 

Der zweite Schritt bei der Strategiefindung ist die Zielgruppenanalyse, denn nur wer mit der richtigen Ansprache an die richtige Zielgruppe herantritt, kann seine Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich vermarkten. Hierfür sollte bspw. geklärt werden, wer das eigene Produkt kaufen würde und welche Gründe ihn zum Kauf verleiten. "Die Zielgruppe muss bei der Planung und Erstellung des Inhalts immer im Auge behalten werden. Der beste Content verfehlt seine Wirkung, wenn er die Zielgruppe nicht anspricht", erklärt Wurm. 

Hürde 3: Mehrwert für den Kunden in den Fokus stellen

Wer mit Content-Marketing Erfolg haben möchte, muss aber nicht nur zielgruppenspezifisch denken, sondern auch Inhalte mit Mehrwert anbieten. "Der Content muss nützlich und spannend sein – nur so sorgt er für genug Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe. Webseitenbetreiber können ihre Target Groups inspirieren und informieren, indem sie Trends kommentieren, hilfreiche Ratgebertipps geben oder auffallende Visualisierungen bereitstellen. Besonders effektiv ist es, wenn man über originäre Inhalte die Kunden zur Interaktion anregt", sagt Wurm. 

Hürde 4: Zeitmanagement und Kosten richtig kalkulieren

Vor allem am Anfang einer Content-Marketing-Kampagne unterschätzen Webseitenbetreiber oft den Aufwand und die Kosten dahinter. "Die Erstellung von hochwertigen Inhalten ist sehr zeitintensiv und sollte auf keinen Fall ‚nebenbei’ laufen. Zudem kalkulieren am Anfang viele die Kosten je nach Art des Contents – Umfragen, Infografiken, Videobeiträge – zu gering. Gerade Einsteiger begehen hier oft einen fatalen Fehler und nehmen Kosteneinsparungen zulasten der Qualität vor", erklärt der Content-Marketing-Experte von Löwenstark. 

Hürde 5: Abteilungsübergreifend arbeiten

Content-Marketing ist keine "One-Man-Show". Innerhalb eines Unternehmens ist es wichtig, das "Silo-Denken" aufzulösen und abteilungsübergreifend zu arbeiten. Zwar muss der Content-Marketer ein Spezialist sein, dennoch sollte er sich mit den anderen Abteilungen absprechen und zusammenarbeiten. Marian Wurm weiß: "Integratives Arbeiten gemeinsam im Team ist hier der Schlüssel zum Erfolg und bereichert die Strategieplanung."

Hürde 6: Planungsablauf visualisieren

Wer mit Content-Marketing anfängt, kann schnell den Überblick über die Kampagnen und Inhalte verlieren. Daher ist es ratsam, den Planungsablauf mithilfe von Checklisten und Redaktionsplänen zu visualisieren. "In dem Ablauf sollte auch ein Zeitplan für die Erstellung und Live-Schaltung der einzelnen Kampagnen enthalten sein, um die Einhaltung der beabsichtigten Durchführung zu erleichtern", empfiehlt Wurm.  

Hürde 7: Qualität den Vorrang geben

Klasse statt Masse. Gerade Content-Marketing setzt darauf, die Kunden zielgerichtet anzusprechen. Webseitenbetreiber sollten sich daher für ihre Kampagnen ausreichend Zeit nehmen und auf qualitativ hochwertige Inhalte achten. "Es nützt nichts, die Kunden mit Content zu überschütten, wenn dieser nicht gut ist. Viel erfolgversprechender ist es, die Zielgruppe nicht ständig, dafür aber mit wirklich passenden und informativen Inhalten zu versorgen", meint Wurm. 

Hürde 8: Erfolg analysieren

Ist die erste Content-Marketing-Kampagne gestartet, kann der Webseitenbetreiber bereits in die erste Analyse gehen – z. B. eine Reichweiteneinschätzung über Google Analytics. Funktionieren die ersten Inhalte, sollte man diese weiter ausbauen. "Wichtig ist, dass der Erfolg durch den Content stets beobachtet wird. Sollten bestimmte Inhalte nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, kann dann reagiert werden und die Content-Strategie überarbeitet werden", empfiehlt der Experte von Löwenstark.

Hürde 9: Social Media einbinden

Einmal teilen und retweeten, bitte! Die Nutzung von sozialen Netzwerken ist weit verbreitet. Daher ist ihre Einbindung ins Content-Marketing sehr zu empfehlen. Wurm sagt: "Gute Inhalte verbreiten sich in den sozialen Medien fast wie von selbst. Die Reichweiten, die über Facebook, Twitter und Co. generiert werden, sind mitunter sehr hoch. Immer mehr Neukunden werden heutzutage über Social Media gewonnen."

Hürde 10: E-Mail-Marketing unterstützend nutzen

Um den eigenen Content zu verbreiten, können Webseitenbetreiber E-Mail-Marketing nutzen. "Damit der Inhalt via E-Mail gestreut werden kann, muss zunächst ein Verteiler aufgebaut werden. Ist dies geschehen, kann der hochwertig aufbereitete Content in einem Newsletter oder in einer richtigen E-Mail-Kampagne für eine breite Leserschaft sorgen", erklärt Wurm.

Quelle: Löwenstark