03.07.2012

easycash GmbH

Den Skimming-Banden auf der Spur

Einen Einblick in die Ermittlungsarbeit des Bundeskriminalamts bot der 16. easycash SEPA Round Table, der am 23. April 2012 in Bonn Station machte. Auf Einladung der easycash, einem Unternehmen der Ingenico Gruppe (Euronext: FR0000125346 – ING), erörterte Detlef Krumm, Leiter des Bereichs Zahlungskartendelikte des Bundeskriminalamts, neueste Ergebnisse im Kampf gegen die Manipulation von Kartenterminals.
Das Event ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Agenda zahlreicher Zahlungsverkehrsexperten aus Handel und Finanzwelt. Seit 2006 lädt easycash in regelmäßigen Abständen zu den SEPA Round Tables in ganz Deutschland ein. Dort werden neue Entwicklungen rund um SEPA und den Zahlungsverkehr aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert.

Am Puls der Skimmingthematik

Die Aktualität des Themas POS-Terminalmanipulation machte Detlef Krumm mittels eines Glaskastens deutlich: Dort präsentierte er ein aktuelles Gerät, dessen das BKA erstmals im April 2012 habhaft werden konnte. Den neuesten technischen Standards der Industrie angepasst, folgten die Täter bei der Manipulation bekannten Mustern. Natürlich gebe es Wege für den Handel, sich zu schützen, so Krumm, wenn 100%ige Sicherheit auch illusorisch sei. Er empfahl physische Sicherungsmethoden: individuelle Siegel, Banderolen, Halter und Bügel oder UV-Beschriftungen schützen das Terminal vor Eingriffen. Allerdings sei aufmerksames Personal unersetzlich. Außerdem plädierte er für die Überwachung der offline-Zeiten von Terminals – eine Leistung, die auch Dirk Brunke, easycashs Director Products and Services, Marketing and Acquiring Business, als Reporting in einem anschließenden Kurzvortrag vorstellte.

Mehr Rauch als Feuer: Fallzahlen gehen zurück

Krumm schloss seinen Vortrag mit dem Fazit, dass die mediale Resonanz trotz sinkender Fallzahlen im Bereich des sogenannten „Skimming“ in der Öffentlichkeit für eine verzerrte Wahrnehmung sorge. Zwar fänden die Tätergruppen letztendlich immer neue Wege und Mittel, ihrem Treiben nachzugehen, jedoch „haben unsere Ermittlungsarbeit und neue Sicherheitsmechanismen einen Verdrängungseffekt zur Folge. Das bedeutet, dass die Täter neue Muster entwickeln und sich neuen Objekten zuwenden müssen.“ Daher richtete Krumm einen Appell an die Anwesenden, den Informationsaustausch aller Beteiligten weiterhin zu stärken, um die Taten zu erschweren und neue Methoden schnell zu erkennen.

easycash stellt eigene Strategien vor

Dass easycash in puncto Bekämpfung des Skimming nicht untätig ist, unterstrich Dirk Brunke in einem kurzen Exkurs. Er stellte easycashs Strategien vor, um Kunden beim Schutz vor Skimmingangriffen zu unterstützen. Dabei betonte er neben den technischen Möglichkeiten wie Passwortschutz, der Nutzung von Antwortcodes und der Überwachung der Terminalspeicher vor allem die Notwendigkeit zur Information und Sensibilisierung aller Beteiligten – insbesondere auch des Kassenpersonals.
Der nächste easycash SEPA Round Table findet voraussichtlich Anfang September in Hamburg statt.