EuroCIS 2016 zeigt die dynamische technologische Entwicklung im Handel

Diese Neuheiten sollten Sie auf der Messe nicht verpassen

Foto: EuroCIS 2015

Buntes Treiben wird auch in diesem Jahr wieder auf der EuroCIS herrschen, denn es gibt viele Neuheiten zu sehen.

01/02/2016

Die EuroCIS in Düsseldorf zeigt alle Aspekte der Retail Technology und bildet mit ihrer Angebotspalette das gesamte Einzelhandels-Know-how der IT-Branche ab.

Zu den Themen der Messe gehören unter anderem Omnichannel-Management, Zahlungssysteme, Cash Management, E-Commerce-Lösungen, POS-Hardware, Checkout Management, Digital Signage, Warensicherung, Wägetechnik und Food Service.

Wir haben uns angeschaut, welche Neuheiten aus den verschiedenen Themenbereichen auf der EuroCIS 2016 gezeigt werden und eine Auswahl interessanter Produkte und Lösungen für Sie zusammengestellt:

Ein Tablet lässt sich in Spitzenzeiten auch als zusätzlicher externer Servicepoint zur Verkürzung von Warteschlangen an der Kasse einsetzen.

Kasse: Mobile Anwendungen und Cloud Computing

Mit einem mobilen Tablet werden die Mitarbeiter im Einzelhandel in die Lage versetzt, wirklich proaktiven Kundenservice anzubieten. Fragen beantworten, Bestände prüfen, Mobilcoupons verarbeiten oder drahtloses Bondrucken, all diese Schritte sind mit Tablets möglich. Auf der EuroCIS zeigt zum Beispiel Posiflex ein 8”-Touchscreen-Tablet, das sich in Spitzenzeiten auch als zusätzlicher externer Servicepoint zur Verkürzung von Warteschlangen an der Kasse einsetzen lässt.

Auch Cloud Computing ist ein heißes Thema, das dem Handel Vorteile wie eine hohe Skalierbarkeit und niedrige Einführungskosten bietet. höltl agiert in diesem Segment mit der Kassenlösung POSFlow 5.0. Das cloudbasierte Kassensystem hat einen deutlich geringeren Installationsaufwand als ein herkömmliches Client-Server-Kassensystem.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Bereich sind neue Scanner-Technologien für die Kasse. So zeigt Datalogic den ersten Barcodescanner, der komplett auf elektronischer Bildverarbeitung basiert. Auch in belebten Phasen am POS sorgt er damit für einen hohen Durchsatz am Checkout.

Self Checkout: Anpassbar an jede Shop-Konfiguration

Auf der EuroCIS können die Messebesucher zum Beispiel bei Toshiba neue Self-Checkoutsysteme erleben. Der Trend geht dabei hin zu individuell konfigurierbaren Self-Checkouts, die für den schnellen Einkauf mit kleinem Einkaufskorb geeignet sind. Die neue Generation dieser Systeme kann flexibel konfiguriert werden und lässt sich so an die jeweilige Filialumgebung anpassen.

Kunden können den gesamten Einkauf auf ihrem Smartphone durchführen: von der digitalen Einkaufsliste über das Self-Scanning, eine Indoor-Navigation bis zum automatisierten Self-Checkout.

Mobiles Shopping: Alle Infos auf dem Kunden-Smartphone

Mit aktuellen mobilen Lösungen für die Nutzung durch die Kunden lässt sich der gesamte Einkauf auf dem Smartphone durchführen. So zeigt zum Beispiel tarent solutions eine Applikation für mobiles Shopping, mit der Kunden online bezahlen und den gesamten Einkauf - von der digitalen Einkaufsliste über das Self-Scanning, eine Indoor-Navigation bis zum automatisierten Self-Checkout - auf ihrem Smartphone durchführen können.

Digital Signage: Produkte in der Filiale schneller finden

Auf der EuroCIS 2016 gibt es auch einige neue Signage-Anwendungen zu sehen. So demonstriert screenFOODnet einen digitalen Product Finder. Die Lösung wurde mit einer zusätzlich entwickelten Applikation für eine schnelle und übersichtliche Suche nach dem passenden Produkt erweitert. So erhalten die Kunden ein hilfreiches Tool, das die Wahl des richtigen Produkts vereinfacht.

Mit einer mobilen Echtzeit-Zutrittslösung steht Händlern ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung, um Inventurverluste einzudämmen.

Sicherheit: Zutrittskontrolle und Informationsgewinnung

Auch im Handel ist es natürlich wichtig, den Zutritt zu bestimmten Bereichen der Filiale nur autorisierten Mitarbeitern zu gewähren. Mit einem System, wie es zum Beispiel SALTO Systems auf der EuroCIS zeigt, haben Einzelhändler jederzeit den Überblick, wer wann welche Türen benutzt hat. Zugleich ermöglicht ihnen das System die Reaktion in Echtzeit, um zum Beispiel Zutrittsrechte für bestimmte Nutzer zu bestimmten Türen umgehend zu entziehen oder zu vergeben. Damit steht ihnen ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung, Inventurverluste durch Mitarbeiter und Lieferanten einzudämmen und verfolgen zu können.

Die Verbindung von Store Performance- und Security-Lösungen, die auf der EuroCIS 2016 zum Beispiel bei Tyco Retail Solutions gezeigt wird, bietet dem Händler eine Reihe von Vorteilen. Diese Lösungen nutzen verschiedene Technologien wie Akustomagnetik RFID, Videoüberwachung und Kundenfrequenzmessung (Traffic Intelligence) und ermöglichen dem Händler so, seinen Warenbestand zu sichern und gleichzeitig wertvolle Inventurdaten und Informationen über seine Kunden zu sammeln.

Die intelligente Umkleidekabine ergänzt den Point of Sale um die Möglichkeiten des Online-Shoppings.

Omnichannel: Die intelligente Umkleidekabine

Über eine neue Lösung zur Verbindung der Kanäle können sich Messebesucher bei SALT Solutions informieren. Mit der intelligenten Umkleidekabine, hat das Unternehmen ein Modul entwickelt, das den Point of Sale um die Möglichkeiten des Online-Shoppings ergänzt. Das Konzept setzt in der Umkleidekabine der Händler an. Die intelligente Umkleidekabine erkennt auf Basis von RFID-Technologie oder mit Hilfe eines integrierten Barcode-Scanners die Kleidungsstücke, die Kunden zum Anprobieren ausgewählt haben. Auf dem Touchscreen werden dem Kunden daraufhin zahlreiche Optionen angezeigt: Verfügbare Größen und Farben sowie dazu passende Kleidungsstücke. Gefällt eines der vorgeschlagenen Kleidungsstücke, kann der Kunde sich die gewünschte Ware von einem Filialmitarbeiter in die Umkleidekabine bringen lassen.

Personalplanung: Flexibilität in den Filialen

Flexible Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit oder geringfügige Beschäftigungen, sowie schwankende Kundenfrequenz sind Beispiele für die Herausforderung bei der Personalplanung im Handel. Dazu ist auch die Servicequalität für den Mehrumsatz ein entscheidendes Merkmal für die Personaleinsatzplanung. Eine webbasierte Workforce Management-Lösung vereinfacht die komplexe Aufgabe, die Personalressourcen kostensparend unter Berücksichtigung der Beschäftigungsform, der Verfügbarkeit und des Bedarfes einzusetzen. Mit einer bedarfsoptimierten Personaleinsatzplanung findet der Kunde auch bei stark frequentierten Phasen genug Personal vor.

Autor: Daniel Stöter, EuroShop.com