FMCG-Handelsmarken in allen Preiskategorien gefragt

Lebensmittel und Drogeriewaren: Konsumenten erwarten differenziertes Handelsmarkensortiment

14/03/2016

Konsumenten wählen beim Kauf von FMCG-Artikeln (Fast Moving Consumer Goods) gezielt Geschäfte mit einem breiten Angebot an Handelsmarken aus.

Eine entsprechende Auswahl ist für jeden zweiten Deutschen durchaus ein Grund, ein bestimmtes Geschäft der Konkurrenz vorzuziehen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis des aktuellen Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG, einer repräsentativen Befragung unter 500 Bundesbürgern.

Drei von vier Konsumenten erwarten, dass ihr bevorzugter Lebensmitteleinzelhändler und Drogeriemarkt Handelsmarken anbietet – und zwar über alle Preissegmente hinweg. Der Wunsch nach einem ausdifferenzierten Angebot ist in den vergangenen Jahren erkennbar gestiegen. Heute sind bereits 82 Prozent der Befragten der Meinung, dass Handelsmarken in verschiedenen Preisklassen zu einem guten Händler gehören. Vor fünf Jahren stimmten nur 64 Prozent der Konsumenten dieser Aussage zu. Handelsmarken im Premiumbereich erwarten und kaufen aktuell jeweils rund zwei Drittel der Befragten.

„Handelsmarken haben mittlerweile nahezu alle Warengruppen durchdrungen. Bei den Konsumenten sind sie nicht nur als günstigere Alternative zum Markenartikel beliebt, sondern gewinnen zunehmend auch im Premiumsegment an Bedeutung. Dem markenführenden Handel ermöglicht dies eine lohnende Wertschöpfung“, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

FMCG-Handelsmarken bieten Mehrwert, müssen aber hohe Ansprüche erfüllen

Konsumenten sehen bei FMCG-Handelsmarken klare Mehrwerte: zum Beispiel das gute Preis-Leistungs-Verhältnis (93 %) und die Möglichkeit, durch den Kauf entsprechender Produkte Geld zu sparen (92 %). Vier von zehn Konsumenten wissen zudem zu schätzen, dass Handelsmarken die Produktpalette eines Geschäftes bereichern. In puncto Qualität sind sie nicht bereit, Abstriche zu machen: So haben 85 Prozent der Befragten im FMCG-Bereich an Handelsmarken die gleichen Qualitätsansprüche wie an Markenartikel. Ebenso viele Konsumenten sehen FMCG-Handelsmarken aber auch als qualitativ gleichwertig zu Markenprodukten an.

„Handelsmarken im FMCG-Bereich anzubieten ist Pflicht, um die Konsumentenerwartungen zu erfüllen. Aber: Nicht nur Konsumenten, sondern vor allem Händler können von einem guten Handelsmarkensortiment klar profitieren. Gerade im Premiumbereich – der von Konsumenten immer stärker nachgefragt wird – bietet sich die Chance, eigene Produkte anzubieten. Damit wird die Vergleichbarkeit reduziert und die Differenzierung von Wettbewerbern erhöht“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Aktuell greifen Konsumenten im FMCG-Bereich besonders häufig bei EDEKA, REWE und dm-drogerie markt zu Handelsmarken: Jeweils fast neun von zehn Befragten kaufen in diesen Geschäften zumindest gelegentlich Handelsmarken ein. Die beliebtesten Handelsmarken finden sich dabei aus Konsumentensicht in den Sortimenten der dm-Drogeriemärkte, mit deren Angebot 78 Prozent der Befragten zufrieden sind.

Quelle: IfH Köln