Hilfen für hygienischen Handel

01.12.2015

Frischetheke und Einkaufswagen: An diesen Punkten im Supermarkt sind Kunden besonders aufmerksam, wenn es um Hygiene geht. In verdreckte Wagen legen sie bestimmt keine Ware. Und wenn ihnen Speisereste und Schlieren in der Frischetheke begegnen, ist auf Gnade nicht zu hoffen. Zahlreiche Lösungen sollen beim Großreinemachen helfen.

Bild: Verroteter Einkaufswagen; Copyright: Peter Stumpf/pixelio.de

So muss es für Einkaufswagen nicht enden ...; © Peter Stumpf/pixelio.de

Deshalb achten Einzelhändler genau darauf, diese Einkaufshilfen sauber zu halten. In der Regel geschah das bisher per Hand mit einem Hochdruckreiniger. Das geht zwar schnell, ist aber unter Umständen nicht hundertprozentig gründlich und verbraucht sehr viel Wasser.

Mittlerweile gibt es allerdings immer mehr Möglichkeiten, die Einkaufswagen mit mobilen "Reinigungsstraßen" beinah vollautomatisch säubern zu lassen. Diese fangen das  Wasser auf, reinigen es und bereiten es für die Wiederverwendung auf. Mobile Waschanlagen, wie sie zum Beispiel von Feistmantl, Wanzl, Astheo Cleaning oder Shop Box angeboten werden, fahren dazu einfach auf das Supermarktgelände. Die Einkaufswagen können dann über eine Rampe in den Wagen geschoben werden, wo sie wie in einer Autowachstraße über ein Band geleitet, gründlich abgewaschen und sauber wieder aus dem Wagen hinausgeführt werden. Je nach Anbieter werden die Einkaufswagen danach noch gewartet und eventuell mit neuen Bauteilen instand gesetzt.

Alles im Griff

Teilweise wird bei diesen Lösungen vorher per Hand mit einem Drucksprühgerät ein Desinfektionsmittel über den Handgriffen verteilt, um diese von Viren, Bakterien und Keimen zu befreien. Teilweise geschieht aber auch das automatisch in der Waschanlage selbst.

Den Handgriffen wird im Bereich Reinigung besondere Aufmerksamkeit zuteil. Um Ansteckungsgefahren zu mindern, die manche Kunden fürchten, werden Desinfektionsmittel aufgetragen oder - wie bei der Firma SJE Corporation - Dampfstrahler genutzt. Die Firma Oclean Hygieneprodukte hat ein etwa handbreites System entwickelt, das um den Griff des Wagens angebracht ist. Es lässt sich einfach von rechts nach links schieben und verteilt dabei ein Desinfektionsmittel.

Auch Kunden selber können etwas tun, wenn sie Angst vor Übertragung von Krankheitserregern haben. Ein Silikongriff der Firma Caddy-Guard soll als Hygieneschutz fungieren. Er wird über die gesamte Länge des Griffes gesteckt und kann später in der eigenen Spülmaschine zu Hause gereinigt werden.

Bild: Gerät; Copyright: Bizerba

Glatte Oberflächen helfen im Bereich Frischetheke

Wo Fleisch, Käse und andere Lebensmittel in verbraucherfreundliche Stücke geschnitten werden, möchte der Kunde ein blitzeblankes Umfeld vorfinden. Weder sollten hier Reste der Produkte in der Auslage noch an den Maschinen kleben bleiben. Da heißt es für die Mitarbeiter, ohne Unterlass die Augen offen zu halten und wenn nötig den Putzlappen zu schwingen. Aber nicht nur die Aufmerksamkeit der Verkäufer ist gefragt, sondern auch der Einfallsreichtum der Gerätehersteller.

Möglichst glatte Oberflächen und leicht zu entnehmende Bauteile sollen das Reinigen vereinfachen. Bei Schneidemaschinen sollte besonders der Abstand zwischen Motorturm und Messer groß genug sein, um die Maschine inklusive Messer von allen Seiten säubern zu können. Bizerba beispielsweise konstruiert seine Geräte so, dass sich der Schlitten, Abdeckungen und Restehalter einfach über Schnapp- oder Klickverschlüsse entriegeln und dann von Hand oder in der Spülmaschine reinigen lassen. Die Maschinen sind außerdem so ausgelegt, dass Flüssigkeiten in einer dafür vorgesehenen Rinne ablaufen können, so dass nichts auf die Arbeitsfläche oder den Boden tropft.

Neue, glattere Oberflächen wie Ceraclean haben nicht nur im Thekenbereich Vorteile, sondern auch im Selbstbedienungs-Bereich. Es ist nämlich viel einfacher, eine Waage zu säubern auf der vom Kunden hinterlassene Klebeetiketten nicht abgeschabt werden müssen, sondern einfach abgezogen werden können.

In allen Bereichen der Verkaufsfläche lässt sich mit Sauberkeit und Ordnung ein immenses Maß an Sympathie vom Kunden gewinnen. Maßnahmen, die dieses positive Einkaufserlebnis unterstützen, sind grundsätzlich erfolgreich. Daran sollten Einzelhändler und Mitarbeiter stets denken, auch wenn es nicht immer ein Zuckerschlecken ist, die Reinlichkeit zu wahren.


Autor: Natascha Mörs; EuroShop
Erstveröffentlichung auf iXtenso.com