20.04.2012

IBM Deutschland GmbH

IBM Studie identifiziert vier digitale Nutzertypen

Nicht das Alter, sondern unterschiedliche Nutzungsprofile und Konsumgewohnheiten sind entscheidend

Laut der neuen IBM Studie „Beyond Digital“ wächst die Akzeptanz digitaler Geräte und Inhalte rasant. 78 Prozent der Befragten sehen sich als digital vernetzt an. Das Alter spielt dabei eine immer geringere Rolle: 65 Prozent der Nutzer sind zwischen 55-64 Jahre, sie surfen im Netz und schreiben E-Mails, während sie gleichzeitig fernsehen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Medien- und Entertainment-Branche ihre bisher übliche traditionelle Altersgruppen-spezifische Ausrichtung überdenken sollte. Aber auch die Medien-Nutzung verändert sich: Vor allem Verbraucher in China und den USA verabschieden sich zunehmend von traditionellen Medienformaten und nutzen Online-Quellen für ihren Nachrichtenhunger. Für die Studie wurden weltweit 3800 Verbraucher in sechs Ländern – China, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien und den USA – befragt.

Die neue Studie “Beyond Digital” hat ermittelt, dass immer mehr Verbraucher eine wachsende Anzahl von digitalen Endgeräten gebrauchen und sich dabei in vier Klassen unterschiedlicher „Digitaler Persönlichkeiten“ einteilen lassen. Insbesondere die Medien- und Entertainment-Branche sollte darauf mit gezielten, entsprechend personalisierten Geschäftsmodellen antworten. Das Alter spielt hingegen eine weniger wichtige Rolle. Die Studie entwirft das Bild von sich sehr schnell verändernden Nutzergruppen, die in kurzer Zeit immer neue digitale Geräte ausprobieren. Zu ihnen gehören jedoch nicht nur Schüler und Studenten, sondern mit 65 Prozent auch die sogenannten Silversurfer im Alter von 55 bis 64 Jahren.

Nach Auswertung der Befragungen fallen die meisten Nutzer in eine der vier folgenden Kategorien:

Effizienz-Experten– machen 41 Prozent aller befragten Nutzer aus und erleichtern durch den Einsatz digitaler Geräte ihren Alltag. Sie schreiben regelmäßig E-Mails, nutzen soziale Netzwerke zur Kommunikation mit anderen, shoppen online und nutzen ihr Mobiltelefon, um ins Internet zu gehen.

Soziale Schmetterlinge – legen besonders viel Wert auf soziale Interaktionen, aktualisieren ihre Profile laufend und brauchen den ständigen Zugang zu Freunden in sozialen Online-Netzwerken. Fünfzehn Prozent der Befragten zählen zu dieser Gruppe, die einen hohen Frauenanteil aufweist.

Content-Könige – Diese machen neun Prozent der Verbraucher aus. Sie sind in der Regel männlich, spielen sehr häufig online Computer-Spiele, laden Spielfilme und Musik herunter und schauen Internet-Fernsehen.

Content-Maestros – Laut der Studie ist dies die zukunftsweisende Gruppe, zu der 35 Prozent der Verbraucher zählen. In dieser Gruppe vereinen sich die Eigenschaften der Sozialen Schmetterlinge und der Content-Könige, wobei der Männeranteil leicht höher ist. Diese Gruppe verfügt über die größte Anzahl digitaler Geräte und wählt ganz gezielt bestimmte Anwendungen und Geräte, um sich den Zugang zu den für sie wichtigen Inhalten wie Musik, Videos, Nachrichten und Sportinformationen zu sichern.

Neben den befragten 3800 Verbrauchern sprachen die Autoren der Studie auch mit weltweiten Repräsentanten von TV-Sendern, Verlagshäusern, Telekommunikationsunternehmen und Medienagenturen. Auch Erkenntnisse aus diesen Gesprächen flossen in die Studienergebnisse mit ein.