Im stationären Handel tut sich etwas

Die C-star zeigt globale Trends auf

05/04/2017

Silvio Kirchmair, CEO der Umdasch Shopfitting Group, eines der führenden Ladenbau-Unternehmen in Österreich für die Branchenfelder Lifestyle, Food, Premium und Digital Retail, erklärt die Bedeutung des E-Commerce und beschreibt, wie der Offline-Einzelhandel jetzt zurückschlägt. Im Interview zeigt er auch die wichtigsten einflussreichsten Trends und wie man ein wertvolles Kundenerlebnis schaffen kann.

Foto: Silvio Kirchmair; copyright: Umdasch Shopfitting Group

Silvio Kirchmair ist Geschäftsführer der Umdasch Shopfitting Group; © Umdasch Shopfitting Group

Der Titel Ihres Vortrags im C-star Forum lautet "Brick-and-mortar shops are on the move – Offline strikes back!". Wie beeinflusst der Online-Handel die Trends im Ladenbau?

Silvio Kirchmair: Online Shops verändern die gesamte Welt von Grund auf: Waren werden vergleichbar und die Kundenfrequenzen sinken Jahr für Jahr. Infolgedessen sind auch die Läden gezwungen, ein noch besseres Einkaufserlebnis zu bieten, zum Beispiel mithilfe von digitalen Lösungen, interaktiven Anwendungen und vor allem mit einem verstärkten menschlichen Ansatz. Das Ziel von allen unseren stationären Einzelhandelskunden ist es, die Effizienz zu steigern, denn die Umsetzungsraten müssen steigen. Ladenbauer müssen die geschäftliche Entwicklung von Einzelhändlern unterstützen und das Verständnis von Geschäfts-und Kundenverhalten verbessern.

Neben dem Einfluss des Online-Handels, was sind heute die interessantesten Trends im Ladenbau?

Der interessanteste Trend ist die Durchsetzung einer Kombination von analogen und digitalen Ladenbaulösungen. Dieser Prozess kann mit einer Erweiterung des Sortiments und den Platzverhältnissen dank digitaler Möglichkeiten beginnen. Und er könnte mit einem besseren Informationsangebot für Endkunden am POS dank Digitaler Signage Lösungen enden. Die Herausforderung besteht darin, ein wertvolles Kundenerlebnis zu schaffen.

Welche Ladenbau-Trends sind regional und welche würden Sie als globale Trends bezeichnen?

Zwei sehr wichtige globale Trends ergeben sich aus einem Schwerpunkt auf dem sogenannten Storytelling, also dem Geschichtenerzählen und der Digitalisierung. Parallel dazu müssen Läden ihre lokalen Wurzeln betonen. Heutzutage ist es weniger wirksam, das gleiche Ladenkonzept auf der ganzen Welt einzuführen. Unsere Kunden streben ein einzigartiges Markenerlebnis an, das regionale oder sogar lokale charakteristische Merkmale integriert. Einer unserer Kunden sagte: „Meine Läden müssen überall auf der Welt anders aussehen, aber man muss die Marke sofort nach dem Betreten erleben.”

Interview: Ute Holtmann; EHI Retail Institute