Lebensmitteleinkauf: Männer und Frauen beim Shoppen gleichauf

Studie von GfK und PENNY vergleicht Einkaufsgewohnheiten in Deutschland

16.06.2014

Männer und Frauen haben gleichermaßen viel Ahnung vom Lebensmitteleinkauf. Dies zeigte die breit angelegte Studie der GfK, die im Auftrag von PENNY im April 2014 durchgeführt wurde. In der Befragung zu Wissen, Einstellung und Verhalten beim Shoppen für den Haushalt brachten es Männer auf 105,6 Punkte, während Frauen auf 105,1 Punkte kamen. Damit ist das alte Klischee, Männer hätten weniger Ahnung vom Haushalt, zumindest in Teilen widerlegt.

Im Einkaufsverhalten sind allerdings klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen. Frauen legen größeren Wert auf Einkaufserlebnis und Qualität, außerdem sind für sie Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter im Markt wichtige Faktoren. Männer lassen sich stärker von negativer Medienberichterstattung beeinflussen und neigen dazu, die Einkaufsstätte nach schlechten Erfahrungen zu wechseln.

Die GfK untersuchte Wissen, Einstellung und Verhalten der Deutschen beim Einkauf von Lebensmitteln und bildete daraus den "Einkaufs-IQ". Preise von Grundnahrungsmitteln, Wissen zu Qualitätssiegeln, den persönlichen Stellenwert von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortungsübernahme durch das Unternehmen, aber auch die Wichtigkeit des Einkaufserlebnisses sowie die Einstellung zu Service und Qualität im Lebensmitteleinzelhandel wurden abgefragt. Die Analyse von Einkäufen von Gütern des täglichen Bedarfs in über 300 Warengruppen auf Basis des repräsentativen GfK-Haushaltspanels mit 30.000 Haushalten zeigt darüber hinaus: Single-Frauen-Haushalte geben weit mehr Geld für Gesichts- und Körperpflegemittel sowie nicht verschreibungspflichtige Gesundheitsprodukte oder auch Tiernahrung aus als der deutsche Durchschnittshaushalt. Single-Männer-Haushalte dagegen für Alkohol und Körperpflegeprodukte.

"Die Studie zeigt, dass Discounter mit umfangreichen Bedürfnissen der Kunden konfrontiert sind. Der Preis ist längst nicht mehr das alleinige Argument für einen Einkauf", so Ludger Wibbelt, Glo-bal Lead Retail der GfK.

Stefan Magel, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing bei PENNY: "Die Bedürfnisse und Ansprüche unserer Kunden werden immer komplexer und driften zunehmend auseinander. Wir haben Kunden, die aufgrund ihrer Lebensumstände gezwungen sind zu sparen ebenso wie solche, die auch im Discount nachhaltige, fair gehandelte, ökologisch erzeugte oder regionale Produkte erwarten - und das ansprechend und modern inszeniert. Wir wollen und müssen jeden dieser Kunden ernst nehmen und ihn überzeugen, bei PENNY einzukaufen. Auf der anderen Seite müssen wir darauf achten, den Discount als eigenständiges Vertriebsformat zu erhalten, ohne zum kleinen Bruder des Supermarktes zu werden. Mit den weitreichenden Ergebnissen der Studie können wir unsere Strategie überprüfen und wo nötig weiter entwickeln."

Noch vor einigen Jahren galten die Discounter als Einkaufsorte für Menschen mit geringem Anspruch an die Qualität der Produkte oder ein modernes Ladendesign. Das hat sich grundlegend geändert. Discounter-Kunden legen Wert auf eine modern, übersichtlich und einladend gestaltete Einkaufsstätte (80,8%) und achten darauf, dass die Unternehmen sich für soziale Belange einset-zen (62,4%). Auch die Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte sind hoch. Auf regionale Erzeugung (79,3%), Bioprodukte (45,6%) sowie nachhaltig erzeugte und fair gehandelte Waren (72,7%) legen Discounter-Kunden inzwischen nahezu ebenso großen Wert wie alle anderen.

PENNY hat diesen Wandel erkannt und modernisiert bereits seit 2011 seine Märkte, verstärkt den Kundenservice und verbreitert das Angebot durch Eigenmarken. Allein 2013 erzielte der Initiator der Studie in Deutschland mit rund 2.200 Filialen und knapp 27.000 Mitarbeitern einen Umsatz von annährend sieben Milliarden Euro. Im Ausland erwirtschaftete PENNY mit rund 1.350 Filialen und knapp 18.500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro.

Quelle: REWE Group