Mobile Payment vor dem Durchbruch! EuroShop 2017 zeigt gesamte Palette innovativer Lösungen

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Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel nimmt weltweit zu +++ Nutzerzahlen in Deutschland noch gering +++ größte Bereitschaft im Mittleren Osten, Afrika und Asien +++ China überholt USA beim mobilen Bezahlen

 

Mit Mobile Payment besetzt die EuroShop, The World´s No.1 Retail trade Fair, vom 5. bis 09. März 2017 eines der Themen, das die Prozesse im Handel nach Ansicht von Experten in den nächsten Jahren revolutionieren wird. Zahlen mit dem Mobiltelefon geht schnell, ist effizient für den Händler und bequem für den Kunden. Deshalb gibt es in der Branche kaum Zweifel, dass sich die innovative, bargeldlose Zahlmethode langfristig durchsetzen wird.

Kunden zahlen weniger bar

Die Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel nimmt weltweit zu. Auch der deutsche Kunde -traditionell dem Bargeld stark verbunden - zahlt zunehmend mit Plastikwährung. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich das Volumen der Kartenzahlung mehr als verdreifacht, besagt die aktuelle Kartenstudie des EHI Retail Institute, Köln. Doch auch im Jahr 2016 fließen in Deutschland noch mehr als die Hälfte aller Umsätze als Bargeld in die Kassen.

Das gilt vor allem für Kleinbeträge. Ein Großteil der Transaktionen im deutschen Einzelhandel liegt unter einem Betrag von 15 Euro. Das EHI hat über alle Branchen in Filialbetrieben des Handels einen Durchschnittseinkaufsbetrag von 21,18 Euro ermittelt.

Damit liegt dieser deutlich unter der 25-Euro-Schwelle, die für kontaktlosen Zahlen ohne zusätzliche Authentifizierung durch PIN oder Unterschrift gilt. So soll die Geschwindigkeit des Zahlungsvorgangs an der Kasse deutlich reduziert werden. Durchschnittszeiten von je nach Branche 15 bis 28 Sekunden für die Dauer eines Barzahlungsvorgangs, den das EHI ermittelt hat konnte die Kartenzahlung lange nicht erreichen. Mit dem kontaktlosen Zahlen mittels NFC-Technologie (Near-Field-Communication) wird dies nun ermöglicht.

NFC nimmt Fahrt auf

Die technischen Voraussetzungen für eine größere Verbreitung des Nahfunkverfahrens sind weitgehend gegeben. Kreditwirtschaft und Kreditkartenorganisationen sind dabei, die von Ihnen ausgegebenen Karten NFC-fähig zu machen. Auch auf der Akzeptanzseite sieht es bereits recht gut aus. Bis Ende 2016 werden, nach Erhebung des EHI, 60 Prozent der großen Handelsunternehmen in Deutschland kontaktlose Zahlungen akzeptieren können und damit auch NFC-basierte Zahlungen mit dem Mobiltelefon.

Noch sind nicht alle Mobiltelefone mit der Nahfunk-Technologie ausgestattet. Auch neuere iPhones verfügen zwar über die NFC-Fähigkeit, die sich jedoch ausschließlich für das eigene Apple Pay Verfahren nutzen lässt. Will man bereits heute sämtliche Smartphone-Nutzer erreichen muss man auf Übergangstechnologien, wie den QR-Code setzen oder den NFC-Chip in Form eines Stickers nachrüsten, wie beim mpass Service der Mobilfunknetzbetreiber O2, Telekom und Vodafone.

Der Kunde entscheidet

Dass die Nutzerzahlen in Deutschland bisher verschwindend gering sind liegt weniger an mangelnder technischer Ausstattung, sondern in erster Linie am mangelnden Verständnis und Vertrauen der Konsumenten. Für den Verbraucher ist die Lage unübersichtlich und wenig transparent. Die Verfahren unterscheiden sich sowohl in der Technik als auch in der Handhabung. Die Prozesse sind ungewohnt und noch nicht gelernt. Dazu kommen Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz.

Die Kunden müssen die Vorteile der neuen, schnellen Zahlverfahren verstehen und annehmen, um diesen zum Durchbruch zu verhelfen. Zu diesem Schluss kommt die EHI-Studie. Dass Verbraucher grundsätzlich bereit sind, die neue Technologie zu akzeptieren zeigen internationale Beispiele. Eine aktuelle Studie von MasterCard besagt, dass 41 Prozent der Verbraucher in Großbritannien bevorzugt mobil zahlen wollen. Dort wird auch bereits jede fünfte Kartenzahlung kontaktlos durchgeführt.

Der Markt wächst international

Die größte Bereitschaft der Verbraucher erkennt der Zahlungsanbieter allerdings im Mittleren Osten, Afrika und Asien. Was die Summe der mobil bezahlten Beträge angeht, hat laut Euromonitor, China im vergangenen Jahr mit 235 Milliarden Dollar das Volumen verdoppelt und die USA überholt. Dort wuchs der Markt der mobilen Zahlungssysteme um 42 Prozent auf 231 Milliarden Dollar. Weltweit werden die mobil getätigten Umsätze am Ende dieses Jahres rund 600 Milliarden Dollar betragen. Nach jetzigen Prognosen wird sich das Volumen in den kommenden fünf Jahren mindestens verdoppeln.

Anbieter gehen in Position

So überrascht es nicht, dass eine Vielzahl von Anbietern an diesem schnell wachsenden Markt teilhaben wollen. Neben der Kreditwirtschaft, den Mobilfunk-Netzbetreibern und Zahlungs-Dienstleistern sind dies vor allem die großen Datenkonzerne, wie Apple, Google oder Microsoft.

Apple Pay hat dabei wohl die meisten Schlagzeilen gemacht. Nach erfolgreichem Start in den USA ist das NFC-basierte System, das nur für iPhone-Nutzer einsetzbar ist, inzwischen in acht weiteren Ländern verfügbar, darunter in China, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz; seit Anfang Oktober auch in Russland.

Neben Apple positionieren sich die großen Wettbewerber Google mit Android Pay und Microsoft im Payment-Markt. Es ist zu erwarten, dass alle auch in Deutschland Fuß fassen werden. Aufgrund des komplexen Bankensystems hierzulande und den vielen Partnern mit denen Konditionen vereinbart werden müssen, wird dies wohl etwas länger dauern als in anderen Märkten.

Mit Mehrwert punkten

Dem ist Payback im Juni dieses Jahrs zuvorzukommen. Das mit 28 Mio. Kunden in Deutschland führende Bonuspunkteprogramm ist angetreten den Markt für mobiles Zahlen in Bewegung zu bringen. Bei dm Drogerie Markt, Real, Galeria Kaufhof, Aral und Alnatura - später auch bei weiteren Partnern wie Rewe oder Thalia - kann der Payback-Nutzer nun per Smartphone-App ohne Karte bargeldlos bezahlen und gleichzeitig das Punktekonto füllen.

Dabei steht das mobile Zahlen nicht im Vordergrund, wie Payback Geschäftsführer Dominik Dommick erklärt: „In den Payment Markt einzusteigen ist nicht das primäre Ziel von Payback. Vielmehr wollen wir die gesamte Nutzenkette am POS abbilden, vom Finden der Filiale, über Punkte sammeln, Couponing und Bezahlen bis zum elektronischen Kassenbon. Vom Kunden her gedacht begleiten wir digital diesen gesamten Prozess.“

Payback ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Der Dienstleister gibt an, fast 10 Millionen Downloads erreicht zu haben. 90 Prozent der Kunden haben das Update installiert und können damit mobil zahlen. Dies funktioniert bei den meisten Händlern mittels QR-Code, ist aber auch via NFC möglich - so bereits bei Aral implementiert.

Dirk Königsfeld, Marketingleiter bei Real, schildert seine Erfahrungen aus Händlersicht: „Das System funktioniert einwandfrei, ist schnell und einfach. Bei unseren Kunden kommt es noch besser als erwartet an.“ Er ist überzeugt, dass sich mit Payback Pay innerhalb weniger Monate ein funktionierendes mobiles Zahlsystem in Deutschland etablieren kann. „Und zwar deshalb, weil wir vom Service-Gedanken kommen, nicht wie andere vorher, um einen Standard zu setzen“, führt Königsfeld aus. „Als Multi-Partner Programm ist Payback in jedem zweiten deutschen Haushalt präsent. Wer sonst sollte Mobile Payment zum Erfolg führen und im deutschen Einzelhandel etablieren können“, erläutert er das Real Engagement.

Mehr als nur Zahlen

Auch Edeka geht es erst in zweiter Linie um das mobile Bezahlen. Bundesweit beim Discounter Netto und in einer wachsenden Zahl von Edeka Filialen, bietet die Handelsgruppe eine Einkaufs-App für den schnellen, bequemen Einkauf. Mit dieser kann der Kunde mobil bezahlen und dabei automatisch Coupons einlösen und Punkte sammeln. Die Anwendung kommt von der GK Software Tochterfirma Valuephone. Geschäftsführer Stefan Krüger betrachtet Mobile Payment als eine notwendige Funktion für das was er Mobile Customer Engagement nennt: „Es geht darum, dem Kunden der sich digital im Einzelhandel bewegt komfortable Informationsbeschaffung, personalisierte Angebote und leicht anzuwendende Transaktionsfunktionen zu bieten. Das mobile Zahlen ist eine davon.“

Krüger ist überzeugt, dass in Deutschland wie auch international der Mobile-Payment-Markt langsam aber sicher an Geschwindigkeit zunehmen wird. Es entsteht ein immer enger werdendes Netz von Akzeptanzstellen. Unterstützt durch Öffentlichkeitsarbeit und Anreize werden die Transaktionen zunehmen, jedoch nur dann wenn es sich um integrierte Lösungen handelt, die mehr als nur Payment bieten. „Es muss Sinn für den Kunden machen, und einen kombinierten Nutzen darstellen“, wie er sagt.

In einem größeren Zusammenhang sieht auch Volker Steinle, Deutschland-Chef des Zahlungsdienstleisters Adyen, das Thema. Für ihn ist Mobile Payment der letzte fehlende Baustein des Omni-Channel-Retailing. „Der Handel muss weg vom Silodenken und die Systeme zusammenführen, das gilt auch für das Bezahlen“, lautet sein Appel. Der Dienstleiser ermöglicht Handelsunternehmen, Zahlungen online, im Geschäft und In-App mittels einer einzigen, integrierten Lösung weltweit anzunehmen.

Steinle rät Handelsunternehmen dazu, die sensiblen Bankdaten nicht auf eigenen Rechnern zu speichern, da bei Datenunfällen empfindliche Strafen und enorme Imageverluste drohen.  Systeme der Finanzinstitute oder Zahlungsdienstleister sind dafür wesentlich besser geeignet, denn sie entsprechen höchsten Sicherheitsstandards, die ständig kontrolliert und angepasst werden.

Die Zukunft ist mobil

Das Smartphone begleitet die Verbraucher zunehmend beim Einkaufen. Sie speichern damit Einkaufslisten und vergleichen Preise, suchen nach Produkten und deren Bewertungen, sammeln Coupons und Gutscheine, kaufen online ein und wollen verstärkt auch damit zahlen. Händler müssen sich darauf einstellen um zukünftig keine Umsätze zu verlieren.

Jetzt ist die richtige Zeit, die Voraussetzungen zu schaffen, mobile Zahlungen an den Kassen verarbeiten zu können. Die EuroShop 2017 bietet in ihrem Bereich Retail Technology (EuroCIS, Halle 6 und 7a) die ideale Plattform, sich umfassend über die marktrelevanten Lösungen zu informieren.

Die EuroShop 2017 ist für Fachbesucher von Sonntag, 05. März 2017, bis Donnerstag, 09. März 2017, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 70,- Euro (50,-- Euro im Online-Vorverkauf (e-Ticket), die 2-Tageskarte 90,-- Euro (70,-- Euro im OVV) und die Dauerkarte 150,-- Euro (130,-- Euro im OVV). Die Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zur EuroShop mit VRR-Verkehrsmitteln (Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr).

EuroShop Basics:

Im Jahr 1966 wurde die EuroShop erstmals von der Messe Düsseldorf veranstaltet und findet im Drei-Jahres-Turnus statt. Ideeller Träger ist das EHI Retail Institute. Die letzte EuroShop im Jahr 2014 verzeichnete 2.229 Aussteller aus 56 Ländern auf über 116.000 m² netto Ausstellungsfläche und über 109.496 Fachbesucher, davon 63 Prozent aus dem Ausland. 

Weitere Informationen unter www.euroshop.de.

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Dr. Cornelia Jokisch, Tanja Karl
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Email: JokischC@messe-duesseldorf.de
KarlT@messe-duesseldorf.de

Stand: Oktober 2016

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