Nachhaltig und hygienisch: Holzpackmittel punkten in jeder Hinsicht

Foto: Holzpaletten

© HPE

27.08.2014

Dass Holz ein umweltfreundlicher – weil nachwachsender – und gut recycelbarer Rohstoff ist, wissen inzwischen viele. Auch dass Bäume im Laufe ihres Lebens große Mengen CO2 in Form von Kohlenstoff speichern und dadurch das Klima positiv beeinflussen, ist weitestgehend bekannt. Dass aber Produkte wie Holzpaletten oder hölzerne Transportkisten auch Meister in Sachen Hygiene sind, ist für viele Unternehmen und die meisten Endverbraucher ein völlig neues Thema.

„Holzpackmittel sind echte Allround-Talente. Sie eignen sich aufgrund ihrer bei bestimmten Holzarten nachweislich antibakteriellen Wirkung nicht nur für den Transport von ‚normalen‘ Gütern, sondern auch für den Versand von Lebensmitteln jeder Art und Güte. Dass Packmittel aus Kunststoff ein Allheilmittel gegen Bakterien, Viren und Pilze darstellen, gehört hingegen in die Welt der Märchen“, bekräftigt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Siegfried von Lauvenberg.

Weit verbreitet ist die falsche Auffassung, dass Kunststoffoberflächen hygienischer seien, als Oberflächen aus natürlichem Holz. Laut Untersuchungen des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik wirken bestimmte Holzarten nämlich antibakteriell. Getestet wurden gängige Holzpaletten, wie sie tagtäglich für den nationalen und internationalen Güterversand eingesetzt werden. Das Ergebnis ist beeindruckend: „Man fand heraus, dass in den Holzarten Kiefer, Fichte, Ahorn und Buche Gerbsäuren enthalten sind, die keimabtötend wirken. Die beste Wirkung zeigte sich dabei beim Holz der Kiefer, einer Holzart, die neben den anderen genannten Arten eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Holzpackmitteln spielt“, so von Lauvenberg.

Ein weiterer Vorteil: Holz trocknet von selbst

Wer einmal beobachtet hat, wie lange eine Wasserlache braucht, um von einer wasserundurchlässigen Oberfläche wie Kunststoff oder Metall zu verdunsten, kann sich vorstellen, dass hier beim Trocknen zur Vermeidung der Keimbildung nachgeholfen werden muss. Anders hingegen wirkt das atmungsaktive Naturmaterial Holz. Es ist „hygroskopisch“, also in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und auch wieder an die Umgebung abzugeben.

„Hat es also zum Beispiel einmal auf eine Holzpalette geregnet oder ist Flüssigkeit zum Beispiel von Obst oder Gemüse auf das Holz gelaufen, stellt das Material bei trockener Lagerung beziehungsweise gutem Wetter per kühlender Verdunstung wieder einen trockenen Zustand her. Dies verhindert zusammen mit den vorhandenen Gerbsäuren die Keimbildung höchst wirkungsvoll“, beschreibt der HPE-Geschäftsführer das Prinzip.

„Alles in allem sind also Holzpackmittel auch für die Lagerung und den Versand von empfindlichen Transportgütern wie Lebensmitteln hervorragend geeignet und müssen sich hinter keinem anderen auf dem Markt befindlichen Produkt verstecken.“

Quelle: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V.