Printed Interior Decoration (PID) und der Marketing-Mix (die sieben P’s)

von Peter Buttiens, CEO ESMA (European Specialist Printing Manufacturer’s Association)

© European Specialist Printing Manufacturer’s Associaton

Printed Interior Decoration bedeutet eine Transformation von POS und POP bedeutet, hin zu einem ganzheitlichen Designansatz.

Viele Shopbetreiber, gerade aus den Bereichen Schuhe, Fashion und Accessoires, sehen sich heute mit einem neuen Problem konfrontiert – dem Showrooming. Dank dem immer stärker werdenden Online-Handel und den einfachen Möglichkeiten zur Rückgabe von nicht gewünschten Waren nimmt auch das Phänomen Showrooming immer weiter zu.

Kunden suchen ein bestimmtes Produkt auf der Seite eines Online-Händlers, gehen dann jedoch in die Filiale, um es anfassen und ausprobieren zu können. Der endgültige Kauf findet dann aber wieder online statt. Das führt dazu, dass die Shops zwar höhere Besucherzahlen vermelden können, gleichzeitig jedoch die Verkäufe sinken. So verliert der stationäre Händler Umsatz an seinen eigenen Online-Shop oder sogar an die Konkurrenz im Netz.

Wie kann individuell bedruckte Innenausstattung (Printed Interior Decoration, PID) hier helfen? Um diese Frage zu beantworten ist es sinnvoll, einen Blick auf den Marketing-Mix zu werfen. Jeder kennt die vier P’s Product, Price, Place, Promotion (Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik. Diese kann man jedoch noch um weitere drei P‘s erweitern, nämlich Process, People und Physical Environment (Prozesse, Menschen und physische Umgebung). Gerade im letzten dieser Begriffe liegt die Verbindung zur PID, denn PID schafft eine Verbindung zwischen dem Shop, seinem Innenleben und seinem Standort.

Gerade heute ist es für Shops immens wichtig, mit Design eine passende Stimmung zu erzeugen und dem Kunden so ein besonderes Einkaufserlebnis zu bieten. Aber PID kann noch mehr. So können zum Beispiel versteckte Botschaften in der Ladendekoration den Kunden überzeugen sich noch ein wenig länger im Shop auszuhalten oder auch schneller eine Kaufentscheidung zu treffen.

Die Farben, Materialien und Oberflächenstrukturen können mit individuell bedruckter Innenausstattung perfektioniert werden. Eine häufige Änderung und Anpassung des Shopdesigns bringt den Kunden dazu, die Filiale öfter zu besuchen und gerne dort zu kaufen.
Sogar eine bekannte Fast-Food-Kette nutzt heute schon diese Möglichkeiten: Das Interieur der Filialen wird jeden Monat verändert, um den Kunden das Gefühl zu geben, bei jedem Besuch ein neues Restaurant zu betreten.

Es steht ausser Frage, dass Kunden bereitwilliger Geld ausgeben und auch bereit sind, teurere Produkte zu kaufen, wenn sie sich in einer ansprechend und entspannend gestalteten Umgebung befinden die es ihnen ermöglicht, dem Alltagsstress zumindest kurz zu entkommen. Daher kann man sagen, dass Printed Interior Decoration nicht einfach ein neuer Designaspekt ist, sondern eine Transformation von POS und POP bedeutet, hin zu einem ganzheitlichen Designansatz mit versteckten Botschaften für die Kunden in der Filiale.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von Printed Interior Decoration (PID) auf der PID Conference am 26. und 27. November im Hotel Radisson Scandinavia, Düsseldorf.

Weitere Informationen zu PIS finden Sie auch unter www.printedinteriordecoration.org.

Weitere Informationen zur ESMA (European Specialist Printing Manufacturer’s Association ) gibt es unter www.esma.com.

Quelle: European Specialist Printing Manufacturer’s Associaton