Tiefkühlmarkt in Deutschland wächst auch in 2013 weiter

Tiefgekühlte Produkte beliebt wie eh und je

© obs/Deutsches Tiefkühlinstitut e.V./Peter Rees

28.04.2014

Tiefgekühlte Produkte sind bei den Deutschen beliebt wie eh und je - das zeigt das positive Jahresergebnis 2013 der deutschen Tiefkühlwirtschaft: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch jedes Bundesbürgers stieg um 600 Gramm von 41,0 Kilogramm in 2012 auf 41,6 Kilogramm (2013). Auch der Verbrauch pro Haushalt nahm wieder zu und wuchs von 83,6 Kilogramm in 2012 auf 84,5 Kilogramm in 2013.

Der Umsatz der TK-Branche stieg 2013 um 3,3 Prozent auf 12,420 Mrd. Euro gegenüber 12,018 Mrd. Euro in 2012. Im Vergleich dazu betrug der Umsatzzuwachs der Lebensmittelindustrie in Deutschland nur 2,1%. Die Tiefkühlwirtschaft, eine der fünf größten Teilbranchen der deutschen Lebensmittelindustrie, setzt damit ihren Wachstumspfad der Vorjahre somit auch in 2013 erfolgreich fort.

Die TK-Hersteller verzeichneten auch beim Absatz ein leichtes Mengenplus von 1,5%. Das ist das Ergebnis der jährlichen Branchenerhebung, die das Deutsche Tiefkühlinstitut bei den Unternehmen mit Unterstützung der Treuhandgesellschaft KPMG durchführt. Die Absatzmenge tiefgekühlter Produkte bezogen auf den TK-Gesamtmarkt (Lebensmittelhandel inklusive Heimdienste zuzüglich Außer-Haus-Markt) erreichte im vergangenen Jahr damit eine Tonnage von 3,37 Mio. Tonnen. In 2012 betrug die Gesamttonnage 3,32 Mio. Tonnen.

Für Lebensmittelhandel und Profiköche unverzichtbar

Im Lebensmitteleinzelhandel inkl. Heimdienste (LEH) - erhöhte sich das Absatzvolumen nur geringfügig um 0,1 Prozent auf 1,759 Mio. Tonnen (1,757 Mio. t in 2012). Das etwas schlechtere Abschneiden der Heimdienste war dafür ursächlich. Aufgrund notwendiger Preisanpassungen stieg der TK-Umsatz im LEH um 2,5 Prozent auf 7,214 Mrd. Euro (7,040 Mrd. Euro in 2012). Den größten Zuwachs - gemessen an der Absatzmenge - verzeichneten die Produktgruppen Fisch, Pizza, Fleisch und Obst.

Leicht rückläufig hingegen waren die Produktgruppen Gemüse, hier vor allem die Gemüsezubereitungen, Kartoffelprodukte, Backwaren, TK-Gerichte, Snacks und Käse. Bei den Kartoffeln lag dies in der schlechten Ernte und damit der Verteuerung der Rohware begründet, die im Handel zu Preiserhöhungen führte, auf die Verbraucher speziell Discount mit Kaufzurückhaltung reagierten. Bei den TK-Gerichten wurde der vorübergehende Einbruch durch den betrügerischen Pferdefleischskandal auf Jahresbasis noch nicht vollständig kompensiert.

Im Außer-Haus-Markt (AHM: Gastronomie, Kantinen, Anstalten etc.), erhöhte sich die Absatzmenge deutlich um 3 Prozent auf insgesamt 1,61 Mio. Tonnen (1,56 Mio. t in 2012). Der Umsatz dieses Marktsegments stieg somit auf 5,205 Mrd. Euro, im Vorjahr waren es noch 4,977 Mrd. Euro. TK-Produkte sind in den Profiküchen unverzichtbar! Der deutliche Zuwachs im AHM resultiert aus einer insgesamt verbesserten Situation in der Gastronomie. Die überdurchschnittlich positive Entwicklung bei den Backwaren geht auf die flächendeckende Einführung von Backstraßen im Lebensmittelhandel zurück.

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.