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Ein 1,3 Milliarden Euro Geschäft: Shandong Ruyi Group schließt Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an SMCP, Sandro-Mutterkonzern ab

An diesem Dienstag schloss die Shandong Ruyi Group ihre Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an SMCP, der französischen Firma, die hinter den Pariser Modemarken Sandro und Maje steckt, für rund 1,3 Milliarden Euro (einschließlich Schuldenübernahme) ab, laut einer dem Geschäft nahestehenden Quelle. Die Übernahme soll das Markengeschäft im asiatischen Markt ausbauen. Es stellt ein weiteres bedeutendes Fusions-und Übernahmegeschäft durch das finanziell starke chinesische Unternehmen dar.   

Informationen über SMCP

Mit Hauptsitz in Paris, Frankreich, wird SMCP mit über einer Milliarde US-Dollar bewertet. 1984 gründeten Evelyne Chetrite und Judith Milgrom Sandro und Claudie Pierlot, später folgte noch Maje im Jahr 1998.

Die weltweit führende Investmentgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts &Co. (im folgenden KKR genannt) übernahm im Jahr 2013 die Mehrheit an der SMCO-Gruppe. Diese Übernahme verschafft der Shandong Ruyi Group eine Mehrheitsbeteiligung an SMCP, während KKR eine Minderheitsbeteiligung an der Gruppe behalten würde anstelle des ursprünglichen 70 % Anteilkapitals.

Shandong Ruyi Group beabsichtigt eine Investition in Sandro, Maje und Claudie Pierlot vorzunehmen, mit dem Ziel, weiteres Wachstum und Entwicklung, vor allem in Asien, zu fördern. Außerdem werden die Design-und Kreativteams von SMCP weiterhin von ihrem Hauptsitz in Paris tätig sein. SMCP würde damit seine derzeitige Strategie und Organisationsstruktur beibehalten.

Foto: Modell copyright: Sandro

© Sandro

Seit der Pressemitteilung anlässlich der geplanten Übernahme im März und April hat SMCP einen Umsatzzuwachs von 19,2 % im ersten Halbjahr dieses Jahres verbuchen können, und vor allem eine deutliche Steigerung in China. Auch das SMCP-Geschäft in Frankreich begann sich zu erholen und zu wachsen. 

Sandro, Maje und Claudie Pierlot, die Kleider um 200 Euro verkaufen (ca. 1426.44 Yuan), sind im sogenannten Marktsegment für erschwingliche Luxusgüter tätig und erfreuen sich einer soliden Nachfrage bei den schnell wachsenden Mittelschichten, vor allem in Ländern wie China. Der Umsatz in China macht 10 % des Gesamtumsatzes der Gruppe aus.

Während SMCP eine globale Entwicklung anstrebt, kam mehr also die Hälfte seines Umsatzwachstums im ersten Halbjahr dieses Jahres aus anderen Gebieten neben Frankreich. Zum Stichtag vom 30. Juni betreibt SMCP 1.176 Verkaufsstellen in 35 verschiedenen Ländern, 58 davon befinden sich an 14 Standorten auf dem chinesischen Festland. Die Gruppe will ihre globale Präsenz weiter ausbauen und plant, im Jahr 2016 80 bis 100 neue Märkte zu eröffnen.

Daniel Lalonde, Präsident und leitender Geschäftsführer von SMCP, erklärte weiterhin, dass die Gruppe vorhabe, ihre weltweite Expansion nach Europa, Nordamerika, Nahost und vor allem Asien fortzusetzen. Er sehe ein großes Wachstumspotenzial auf dem chinesischen Markt, da die Anzahl der Mittelklassefamilien im Land, die neuen Zielkunden der Gruppe, von 2011 bis 2020 von 33 auf 85 Millionen ansteigen soll.

Foto: Modells

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Yafu QIU, Vorstandsvorsitzender der Shandong Ruyi Group, betonte, dass diese Übernahme ein bedeutender Schritt für die Shandong Ruyi Group in ihrem anhaltenden Bestreben sei, sowohl in China also auch weltweit ein führendes Unternehmen im voll integrierten Textil-und Modegeschäft zu werden. Er freue sich bereits darauf, SMCP bei der Erreichung seiner langfristigen Zielsetzung, ein Weltmarktführer im Markt für erschwingliche Luxusgüter zu werden zu unterstützen.

Der Erwerb von Modemarken aus einem relativ schwächeren Markt ist kein ungewöhnlicher Schritt für die Shandong Ruyi Group. Bereits im Juli 2010 hatte die Shandong Ruyi Science & Technology Group Co., ein Tochterunternehmen der Shandong Ruyi Group, den japanischen Bekleidungshersteller Renown Inc. durch die gezielte Ausgabe von Zusatzaktien gekauft, um damit dessen größter Aktionär zu werden.

Im Jahr 1902 gegründet, besitzt RENOWN eine ganze Reihe von Modemarken und ist eine der bekanntesten börsennotierten Unternehmen Japans. Angesichts der schleppenden japanischen Wirtschaft hatte RENOWN in den letzten Jahren schwer zu kämpfen. Investitionen durch Ruyi Group würden seine finanzielle Lage aufbessern und auf die Expansion in Märkte in Asien und insbesondere China vorbereiten.

Laut Yafu QIU sei Ruyi Group in der Lage, eine „4 in 1" Strategie mit dem Kauf von RENOWN aus Japan, dem Erwerb einer weiteren führenden Marke in Europa, dem riesigen chinesischen Markt und Ruyis Fertigungskompetenz zu etablieren. Er ist sich sicher, dass „alle Bemühungen zur strategischen Umwandlung des Unternehmens beitragen würden."

Wegen betriebswirtschaftlicher Problemen wurde die um ihr Überleben kämpfende Marke „JUDGER" der JUDGER Group im August 2013 von Ruyi Group erworben. Nach der Übernahme investierte Ruyi Group in die Umstrukturierung von „JUDGER" in Wenzhou JUDGER Apparel Co., Ltd. Mit der neuen Produktpositionierung erbt die Marke das traditionelle, erlesene und erstklassige Anzugdesign und übernimmt gleichzeitig modische und elegante Elemente, um sich in der Modeindustrie zu etablieren und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Shandong Ruyi Group ist einer der größten Textilhersteller der Welt. Der häufige Erwerb von Bekleidungsmarken deutet den Ehrgeiz der Gruppe an, die Ausweitung der Marke und Markenzone und eine nachgelagerte Industrieketten Erweiterung zu erreichen. Das Unternehmen ist auf dem Weg „zum führenden Unternehmen im voll integrierten Textil-und Modegeschäft in China und weltweit zu werden."

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