29.07.2011

Mettler-Toledo GmbH

Waagen, die mit Gold nicht aufzuwiegen sind

© Mettler Toledo
Waagen spielen eine zentrale Rolle bei dem Veredelungsprozess von Edelmetallen. Sie stellen sicher, dass der Gold- und Silbergehalt mit höchstmöglicher Präzision gemessen wird. Argor-Heraeus setzt Waagen ein, um die strikten Bestimmungen der London Gold Bullion Association und der Schmuck- und Uhrenindustrie zu erfüllen.
Die Argor-Heraeus Goldscheideanstalt verarbeitet Edelmetalle und stellt halbfertige Komponenten für den Einsatz in der Uhren- und Schmuckindustrie her. Mit Waagen von METTLER TOLEDO wird der Gold- und Silbergehalt geprüft und in jeder Phase des Veredelungsprozesses genaustens überwacht.

Genauigkeit ist Gold wert
„Wir nutzen bereits die dritte Generation der METTLER TOLEDO-Waagen für unsere Gold- und Silberveredelung, und hier sind höchste Wägegenauigkeit und zuverlässige Ergebnisse ausschlaggebend“, war die Antwort von Lorenzo Medici, Leiter des SC Engineering bei Argor-Heraeus, auf unsere Frage nach seinen Erfahrungen mit Waagen von METTLER TOLEDO.

Die Bedeutung des Wägevorgangs wird bei einer Besichtigung des Werks von Argor-Heraeus in Mendrisio im Süden der Schweiz sofort deutlich. Die Wägegenauigkeit spielt in den zentralen Prozessschritten wie der Eingangsprüfung, in der Giesserei sowie bei der Raffination und Veredelung eine entscheidende Rolle. Das Gewicht wird vor und nach jedem Prozessschritt geprüft, um jegliche Abweichungen festzustellen.

Gold stets unter Kontrolle
Alle Daten werden aufgezeichnet und zur Überwachung des Materialflusses an das IT-System übertragen. Die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten der Waagen optimieren die Integration in das bestehende ERP-System, und die ausgedruckten Berichte gewährleisten zusammen mit der Datenintegration jederzeit rückverfolgbare Resultate für alle Goldproben.

Von der Feuerprobe zum Endprodukt
Einer der beeindruckendsten und jahrhundertealten Prozesse bei der Goldraffinierung ist die so genannte „Feuerprobe“, eine gravimetrische Methode zur Bestimmung der Reinheit des Goldes. Diese Methode spielt eine bedeutende Rolle im gesamten Raffinationsprozess, von der Annahme der Rohmaterialien bis hin zum Endprodukt.

Goldproben werden auf Excellence XP6 Mikrowaagen für die Feuerprobe genau abgewogen, dann mit einer definierten Menge Silber vermischt und in Bleifolie eingewickelt. Jede Probe wird in eine Kupelle gelegt und in einem Ofen auf 1200°C erhitzt. Die aus komprimiertem Magnesiumoxidpulver bestehende Kupelle absorbiert die geschmolzenen und oxidierten Grundmaterialien, so dass ein Edelmetalltropfen in der Kupelle verbleibt. Nach dem Verfestigen wird das so gewonnene Korn zu einem dünnen Plättchen verarbeitet, und in einem Salpetersäurebad wird jegliches Silber entfernt. Die so entstandene Reingoldplatte wird zur Bestimmung des Feingoldgehalts erneut auf der Mikrowaage gewogen. Argor-Heraeus ist äusserst zufrieden mit der METTLER TOLEDO’s Excellence XP6 Mikrowaage, da sie schnelle und präzise Resultate liefert - unverzichtbar für Mitarbeiter, die täglich eine hohe Zahl an Proben verwiegen.