Zwischen Technologie und Kunde

Mitarbeiterbefragung zum Arbeitsplatz Self-Checkout-Kasse

01.02.2017

Self-Checkout-Systeme, oder auch Selbstbediener-Kassen genannt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dazu trägt auch die Akzeptanz der Systeme beim Personal in den Geschäften bei, denn sie fungieren als Vermittler zwischen der Technologie und den Kunden.
Bild: Frau scannt ihre Waren an der Kasse selbst; copyright: panthermedia.net/lightpoet

© panthermedia.net/lightpoet

Fast zwei Drittel der Mitarbeiter an Self-Checkout-Systemen (SCO) finden ihren Arbeitsplatz angenehm, weil sie den intensiven Kundenkontakt schätzen und  ihre Tätigkeit als abwechslungsreich empfinden. Fast alle erklären gern die Funktionsweise der SCO-Systeme. Allerdings sehen sich einige häufiger Kunden gegenüber, die sich – in nicht immer freundlicher Art – über Schwierigkeiten bei der Bedienung der Systeme beschweren. Die Tätigkeit an den SCO-Systemen besteht daher häufig aus einem Beschwerdemanagement – auf das die Kassenkräfte aber nicht immer ausreichend vorbereitet sind. Gut die Hälfte hat eine interne System-Schulung erhalten, aber immerhin 16 Prozent waren auf „learning by doing“ angewiesen und haben keine spezielle Ausbildung erhalten. Nur knapp ein Drittel konnte von einer professionellen Herstellerschulung profitieren.
Grafik: Was sind Ihre Aufgaben an der SCO-Kasse?; copyright: EHI-Whitepaper "Self-Checkoutsysteme aus Mitarbeitersicht" 2016

Was sind Ihre Aufgaben an der SCO-Kasse? (aus der EHI-Studie "Self-Checkoutsysteme aus Mitarbeitersicht")

Vielseitige Tätigkeit – Bessere Vorbereitung

Dabei ist das Tätigkeitsfeld an Selbstbediener-Kassen vielfältig. Die Hälfte der Befragten setzt die Arbeit an einer SCO-Kasse mit einer besonderen Qualifikation gleich und hält sie für anspruchsvoller als die Tätigkeit an einer herkömmlichen Kasse. Neben der Unterstützung der Kunden bei der Nutzung des Systems insgesamt übernehmen die SCO-Mitarbeiter auch die Alterskontrolle und einen Sicherheitscheck, indem sie schauen, ob alle Produkte gescannt werden. Drei Viertel von ihnen unterstützt die Kunden zudem beim Einpacken der Ware, sofern das Kundenaufkommen es zulässt. Die Hälfte der SCO-Kassenkräfte sieht als Vorteil des Arbeitsplatzes, dass die Bargeldzahlung automatisiert erfolgt, also Fehler beim Wechselgeld vermieden werden, das Zählen und Abrechnen entfällt und durch geschlossene Systeme das Überfallrisiko minimiert wird.

Die gesamten Ergebnisse der Befragung sind in dem soeben erschienenen kostenlosen Whitepaper „Self-Checkoutsysteme aus Mitarbeitersicht“ zusammengefasst. Sie haben die EHI Self-Checkout Initiative motiviert, einen Schulungsleitfaden für SCO-Personal zu erarbeiten, der im Spätsommer interessierten Händlern zur Verfügung steht.

Quelle: EHI Retail Institute