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... Andreas Stendera, B+S Card Service GmbH

3 Fragen an ... Andreas Stendera, Bereichsleiter Vertrieb bei der B+S Card Service GmbH

28.01.2014

Kunden wollen es heute bequem und schnell. Entscheidend ist neben dem Preis vor allem das Einkaufserlebnis. Welche Konsequenzen das für den Checkout hat, erläutert Andreas Stendera, Bereichsleiter Vertrieb bei der B+S Card Service GmbH.

Bild: Andreas Stendera; Copyright: B+S Card Service GmbH

Andreas Stendera; ©: B+S Card Service GmbH

Welches sind die aktuellen Herausforderungen am Checkout, sowohl was den Einsatz neuer Technologien angeht als auch Veränderungen in den Ansprüchen der Kunden?

Der Kunde will es bequem. Das Einkaufserlebnis entscheidet über seine Zufriedenheit beim Shoppen. Dabei will er nicht darüber nachdenken, wie er zahlt. Daraus ergeben sich drei zentrale Anforderungen an den Checkout: Er soll schnell, sicher und komfortabel sein. Kunden kaufen heute in der Regel weniger, dafür öfter ein. Da verderben lange Schlangen umso mehr die Laune. Moderne Terminals benötigen für einen Bezahlvorgang nur noch gut drei Sekunden. Kontaktlos geht es sogar noch schneller.

Entscheidend ist, dass das System stabil und störungsfrei läuft. Bieten Sie mehr als der Kunde erwartet! Zum Beispiel mit Zusatzfunktionen wie easy load zum einfachen Aufladen von Prepaidkarten. Zukünftigen Applikationen wie promo.pos (nominiert zum TOP Produkt 2014) ermöglichen unkompliziert zielgruppenspezifische Marketingaktionen am POS. Auch das Auge zahlt mit: Der Wohlfühlfaktor steigt, wenn der Checkout einschließlich Terminal wertig wirkt. Gestalten Sie das Geldausgeben angenehmer!

Wie schätzen Sie als Dienstleister für Kartenakzeptanz das Potential des Mobile Payment ein? Wird sich in naher Zukunft eine der entsprechenden Lösungen durchsetzen können?

Die mobile Kartenzahlung wird kommen – auch in der Breite. Noch in diesem Jahr wird in einigen deutschen Großstädten Mobile Payment möglich sein. Schon 2015 wird das in Deutschland ein relevantes Thema für den Handel sein und einen steigenden Marktanteil haben.

Gerade jüngere Kunden werden die neue Bezahlmöglichkeit schnell adaptieren. Wer für sie attraktiv bleiben will, muss sich NFC-fähig aufstellen. In den nächsten fünf bis sechs Jahren wird Mobile Payment mit 15 bis 20 Prozent wirklich marktrelevant. Da sind uns unsere europäischen Nachbarn wie Polen oder Großbritannien einen Schritt voraus. Aber ich bin sicher, dass wir das aufholen werden. Das Projekt NFC-City Berlin und deren Mobile Wallet-Lösung ist ein erster Schritt.

Welche Möglichkeiten hat der Handel, den Checkout schon heute zukunftsfähig zu gestalten?

Wer in ein Bezahlterminal investiert, muss heute schon an morgen denken. Ein Terminal darf nicht zu schnell veralten und muss für die Neuerungen der kommenden Jahre gerüstet sein – technologisch und regulatorisch. Das bedeutet, es sollte schon heute NFC-fähig sein. Über die geltenden Sicherheitsstandards hinaus sollte es bereit sein für die gesetzlichen Vorgaben der kommenden Jahre wie TA 7.1 und TA 8.0. Softwareupdates per Download halten ein Terminal über viele Jahre aktuell.

In immer internationaleren Märkten punkten im Wettbewerb die Händler, die ausländischen Kunden attraktive Zusatzleistungen bieten: Mit der TaxFree-Funktion können sich Kunden aus Nicht-EU-Ländern bequem die Mehrwertsteuer erstatten lassen, mit der Währungsumwandlungsfunktion DCC in der eigenen Währung zahlen. Wichtig ist, dass der Handel sich aufstellt für die Trends von morgen und veränderte Kundenwünsche im Blick hat.

Interview: Natascha Mörs; EuroShop.de