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Die Kühlkette soll umweltfreundlicher werden

Die Kühlkette soll umweltfreundlicher werden

Quelle: Daimler
Kostenfaktor und Imageträger: Grüne Kälte wird in der Logistik und im Handel immer wichtiger. Wal-Mart baut ein riesiges Öko-Kühllager in Kanada und auch der Handel hierzulande investiert in neue Kühlhäuser. Selbst Aldi hat den Wert des Umweltschutzes erkannt. Der Discounter ist Vorreiter beim Einsatz neuer Kühllaster und stellt die Truhen in den Filialen auf CO2 um.

Der US-Einzelhandelsgigant Wal-Mart hat im Februar bekannt gegeben, dass in Balzac (Kanada) ein energiesparendes Kühllager gebaut werden soll. In dem 42.000 Quadratmeter großen Lager sollen umweltfreundliche Technologien getestet werden. Es soll 60 Prozent weniger Energie verbrauchen als die üblichen Wal-Mart-Lager und wird damit nach Angaben des Unternehmens das energie-effizienteste Kühlhaus in Nordamerika.

Das Kühllager wird neben dem bestehenden Auslieferungslager erstellt. „Wir haben das ambitionierte Ziel das nachhaltigste Distributionszentrum zu bauen, das möglich ist. Es soll gleichzeitig einen raschen Return on Investment liefern“, teilt Andy Ellis, Senior Vice President für Logistik bei Wal-Mart mit. Das Gebäude wird mit LED beleuchtet. Die Lampen brauchen weniger Strom und produzieren weniger Abwärme als bisherige Leuchten. Erstmals will Wal-Mart eine Lkw-Flotte einsetzen, die mit Strom aus Wasserkraft betrieben wird.

In Deutschland ist Aldi ein Pionier bei Innovationen im Lkw-Transport von TK-Produkten. Im Dezember erhielt das Zentrallager in Mönchengladbach von Daimler-Benz den ersten Laster mit Gasantrieb zur Belieferung der Filialen im Ruhrgebiet. Die „Econic“-Sattelzugmaschine mit Erdgasantrieb ist mit dem Blauen Umweltengel ausgezeichnet worden. Aldi reagiert damit auf die Anforderungen in der City-Logistik mit engen Zufahrten, Falschparkern und immer mehr Umwelt¬auflagen und Fahrverboten in den Städten. Die Abwärme des Erdgasmotors treibt die Transportkälteanlage an, die für die Kühlung im Lebensmittelauflieger sorgt.

Nach einem Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“ will Aldi Süd außerdem einen Leichtlaster auf der Basis von Kohlenstofffasern entwickeln. Die Serienfertigung soll 2012 beginnen. Ein Interview lehnt der Discounter ab – wie üblich im Umgang mit Journalisten. Dafür begründet Aldi auf seiner Website ausführlich, warum die Kühltruhen in den Filialen auf CO2 umgestellt werden.

René Schellbach
euroshop.de

 
 
 

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