Am Anfang steht jedoch weiterhin die kreative Idee. Generative KI kann dabei die erste Visualisierung beschleunigen. Nutzer können einen Stand über die Texteingabe beschreiben, Stil, Umgebung oder Perspektive festlegen und verschiedene Varianten erzeugen. Auch bestehende Bilder und Skizzen lassen sich als Ausgangspunkt verwenden.
„KI bringt Tempo und Varianten, aber keine Identität“, betont Benjamin Bruder, Geschäftsführer der OCTANORM-Vertriebs-GmbH. Als Anbieter von modularen Systemen und Lösungen für den Messebau entwickelt octanorm auch digitale Werkzeuge für die Planung. Mit dem octanorm ai booth designer können Kunden und Kundinnen erste Standideen mithilfe von KI visualisieren, Varianten entwickeln und diese anschließend weiterentwickeln. Welche Gestaltung zur Marke passt, müsse jedoch weiterhin der Mensch entscheiden. Gleichzeitig verändert sich durch die schnelle Visualisierung das Briefing selbst: „Das Bild wird zum Briefing“, sagt Bruder.
Joachim Kopf, Abteilungsleiter Digitale Innovationen bei octanorm, beschreibt diesen Wandel anhand des octanorm ai booth designers. Die Anwendung arbeitet mit mehreren KI-Modellen, die unterschiedliche Stärken haben. In einem Fall wurde laut Kopf ein rund 30-seitiges Briefing mithilfe von KI innerhalb kurzer Zeit in Bilder und Videos übersetzt. Die Visualisierungen dienten anschließend dazu, gemeinsam mit dem Kunden zu prüfen, ob die Anforderungen richtig verstanden worden waren. Aus einem umfangreichen Textdokument wurde damit eine gemeinsame visuelle Gesprächsgrundlage.