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Der Supermarkt im Jahr 2086: Vom Versorgungsort zum sozialen Begegnungsraum

Kann der Handel mit Regionalität, Kooperativen und Third Places auf Unsicherheit und Wandel reagieren?

20.04.2026

Die Konstante: Bedürfnisse hinter dem Konsum

Freundlich lächelnder Mann mittleren Alters in Anzug und weißem Hemd, den Kopf auf die Hand gestützt vor dunklem Hintergrund.

Einzelhandel als sozialer Treffpunkt: Begegnung statt Beschleunigung

Das Bild vom Homo Oeconomicus, der einfach nur versucht, seine Transaktion zu optimieren, ist unrealistisch. Emotionale Bedürfnisse werden sich ihren Weg bahnen, auch im Einzelhandel.

Alternde Gesellschaft, zunehmende Unsicherheit und sinkende Kaufkraft meistern

Zwei ältere Frauen sitzen lächelnd auf einer Bank in einem Einkaufszentrum, unterhalten sich und haben mehrere bunte Einkaufstaschen neben sich.

© envato/Pressmaster

Händler werden effizient arbeiten müssen, weil weniger Kaufkraft vorhanden sein wird. Gleichzeitig müssen sie ihr menschliches Gesicht bewahren. Diese Balance wird in den nächsten Jahrzehnten zur zentralen Herausforderung.

Ich kann mir vorstellen, dass wir die Rückkehr von Kooperativen erleben, bei denen Kundinnen und Kunden Miteigentümer des Supermarkts werden. So unterstützen sie zugleich Wirtschaft, Versorgung und Arbeitsplätze auf lokaler Ebene.

Nachhaltigkeit und Wettbewerb fördern neue Geschäftsmodelle

Handelsmarken werden an Bedeutung gewinnen, weil Händler sich so vom Wettbewerb abgrenzen und schneller auf Trends reagieren können. Damit wird die Vertikalisierung einhergehen, Händler werden selbst zu Produzenten.

Ich finde die Individualisierung von Produkten sehr spannend, weil deren Value-Signalling-Funktion oft unterschätzt wird. Da geht es darum, Werte wie Nachhaltigkeit oder Trendbewusstsein zu zeigen.

Portrait von Julia Pott, Mitglied der EuroShop-Redaktion, mit schulterlangen braunen Haaren, Kapuzenpullover und offenem Lächeln; copyright: beta-web GmbH

Das Porträt wurde KI-generiert.

Interview: Julia Pott | EuroShop.mag

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