Kundinnen und Kunden zeigen derzeit sowohl Neugier als auch Zurückhaltung gegenüber der Idee, agentischer KI den Einkaufsprozess zu überlassen. Diese Form von KI unterscheidet sich deutlich von der generativen KI. Obwohl 72 % der Verbraucherinnen und Verbraucher laut einer Befragung von Bain & Company zu agentischer KI unter 2.000 US-Amerikanern bereits KI-Tools genutzt haben, haben nur 10 % tatsächlich Käufe über solche Systeme getätigt – meist geringwertige Artikel wie Lebensmittel oder Haushaltswaren.
Zentrales Hemmnis: Vertrauen. Nur 24 % fühlen sich wohl dabei, KI eigenständig Einkäufe abschließen zu lassen. Die größten Bedenken betreffen:
- die Sicherheit der Zahlungsinformationen,
- den Schutz persönlicher Daten,
- die Gefahr, dass KI Bedürfnisse falsch interpretiert,
- das Risiko, dass Betrugsversuche nicht erkannt oder verhindert werden.
Um Vertrauen aufzubauen, wünschen sich Verbraucherinnen und Verbraucher starke Sicherheits- und Datenschutzstandards, Schutz vor Betrug und die Gewissheit, dass ihre Bedürfnisse korrekt erkannt werden. Dennoch sind viele offen: 64 % haben bereits KI für Transaktionen genutzt oder könnten es sich vorstellen.
Laut der Bain & Company-Befragung, hängt das Vertrauen stark von der Marke ab: 39 % fühlen sich wohler, wenn die KI mit einem vertrauten Zahlungsanbieter wie Apple Pay, PayPal oder Google Pay verknüpft ist. Nur 16 % empfinden das bei Banken oder Kreditkartenunternehmen so. Sogar Marken aus dem Bereich digitaler Assistenten (wie Amazon Alexa oder Google Assistant) oder KI-Plattformen (wie ChatGPT oder Perplexity AI) genießen mehr Vertrauen.
Verbraucherinnen und Verbraucher lassen sich vor allem durch konkrete Vorteile überzeugen, etwa:
- Bequemlichkeit,
- Kostenersparnis und exklusive Angebote,
- bessere Produktempfehlungen durch genauere Passung.