Es gibt aber auch noch deutlichen Aufholbedarf, soll Wero sich als Bezahlmethode im Handel – genauer im Onlinehandel – etablieren. Eine Ende April von Händlerbund News aufgegriffene Recherche des Handelsblatts kam zu dem ernüchternden Befund, dass bislang keiner der zehn größten deutschen Online-Händlern Wero integriert hat. Otto, Ikea und Zalando prüfen dem Bericht zufolge seit mehr als fünf Monaten, ohne dass eine Entscheidung gefallen wäre. Kurios: Die EPI hat schon im November 2025 verkündet, Rossmann werde Wero in seinen Online-Shop integrieren. Die Drogeriekette selbst dementiert das seither: Die Integration werde lediglich geprüft.
Rewe hat eine Integration, so der Artikel, derzeit sogar ausgeschlossen und begründet dies mit der noch geringen Bekanntheit des Dienstes. Apple und Shein äußerten sich der Recherche zufolge nicht. Bei Amazon ist zu differenzieren: Für Kundinnen und Kunden mit niederländischem Bankkonto bietet Amazon.de das Bezahlsystem iDEAL an, das derzeit schrittweise zu Wero migriert wird. Für deutsche Kundschaft ohne niederländisches Konto gilt das nicht; dort wäre eine eigenständige Wero-Integration nötig, zu der sich Amazon bislang nicht geäußert hat.
Auch die Zahlen einer Erhebung des Handelsforschungsinstituts EHI, auf die sich der Bericht bezieht, unterstreichen das Bild: Rund drei Viertel der befragten Händler nehmen eine abwartende Haltung ein. Der Branchenverband HDE sieht laut derselben Recherche zwar grundsätzliches Interesse, betont aber, Wero müsse sich erst noch beweisen.